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Corona-Kranke: Neun Krefelder bleiben auf der Intensivstation

Corona Kranke : Neun Krefelder bleiben auf der Intensivstation

Stetes Sinken der Fallzahlen für an Covid 19 erkrankte Krefelder ist nicht festzustellen. „Wir bewegen uns in einem Korridor von plusminus zehn“, sagt Beate Zielke.

Die Zahl der am Corona-Virus erkrankten Krefelder bleibt in einem bestimmten Korridor konstant. Ein stetes Sinken der Fallzahlen sei nicht festzustellen, erklärte Stadtdirektorin Beate Zielke am Donnerstag im Rathaus. Derzeit gebe es 96 akut an Covid 19 erkrankte Krefelder – 13 mehr als am Vortag. Die Schwankungen hätten im Übrigen damit zu tun, in welchem Umfang die Labore ihre Testergebnisse dem Gesundheitsamt mitteilten. Die Krankenzahlen für Krefeld streuten um plusminus zehn Fälle.

Verfestigt habe sich die Gruppe der intensivmedizinisch betreuten Patienten. Neun Personen, von denen acht künstlich beatmetet würden, befänden sich derzeit in Krankenhäusern. Insgesamt seien 29 Krefelder stationär mit Covid 19 aufgenommen.

Bis gestern seien 3307 Abstriche gemacht worden. 77 Ergebnisse der Corona-Tests seien noch offen. 360 Mal sei das Ergebnis positiv ausgefallen. 256 davon seien mittlerweile wieder genesen (zwölf mehr  als am Vortag), acht verstorben. Das bedeutet, dass aktuell 96 erkrankt beziehungsweise positiv getestet seien.

Oberbürgermeister Frank Meyer stellte vor dem Hintergrund, dass vier Bewohner des Hauses Raphael mit Covid 19 verstorben sind, heraus, dass es in den zahlreichen übrigen Senioreneinrichtungen der Stadt keine Auffälligkeiten gebe. Die Träger seien allesamt sehr gut vorbereitet. Vertreter des Gesundheitsamtes stünden mit dem Haus Raphael im täglichen Kontakt. Dort gebe es keine neuen Corona-Fälle.

Die Bevölkerung halte sich weiterhin sehr diszipliniert an die Beschränkungen. Der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei müssten kaum eingreifen. 120 Ansprachen und zehn Platzverweise habe es in den vergangenen 24 Stunden gegeben, dabei sei kein einziger Bußgeldbescheid oder gar eine Strafanzeige nötig geworden, informierte Beate Zielke.

Im Rathaus warten die Verantwortlichen darauf, dass die Landesregierung rechtlich bindende Vorschriften erlässt, wie die vorsichtige Lockerung der Beschränkungen beispielsweise im Handel und im Schul- und Betreuungsbetrieb durchzuführen ist. Was sind Großveranstaltungen? Wie ist die Regel im Handel zu verstehen, dass Läden über 800 Quadratmeter nicht öffnen dürfen? „Was ist, wenn ein Kaufhaus nur das Erdgeschoss öffnet und die oberen Etagen schließt, oder eine größere Ladenfläche auf 800 absperrt“, fragte Meyer rhetorisch. Dürfen Museen und die Mediothek wieder öffnen, was ist mit dem Zoo?

Schon heute will die Stadt dazu näheres erklären. Die Schulen seien gereinigt, der Betrieb könnte losgehen. Für Unterrichtspläne und Lehrerausstattung sei die Kommune nicht zuständig, betonte Meyer. „Wir brauchen klare Regeln aus Düsseldorf.“