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Korschenbroich: Fluglärm: Kommission soll Beirat werden

Korschenbroich : Fluglärm: Kommission soll Beirat werden

Was als Fluglärmkommission für den Mönchengladbacher Airport begann, soll als Beirat weitermachen. Darauf haben sich Mitglieder der Kommission jetzt mit der Bezirksregierung Düsseldorf verständigt. Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick ist bereit, die Stadt als Geschäftsstelle des Beirates fungieren zu lassen.

So soll sichergestellt werden, dass Vertreter aus Korschenbroich, Willich, Mönchengladbach sowie aus den Kreisen Neuss und Viersen die Bezirksregierung weiterhin zum Thema Fluglärm am Mönchengladbacher Landeplatz beraten können.

Die Bezirksregierung will das Gremium nicht als Kommission fortführen, da eine solche laut Luftverkehrsgesetz nur für Flughäfen mit regelmäßigem Linienverkehr einzurichten ist. Doch solchen Linienverkehr gibt es in Mönchengladbach nicht. Und er ist auch nicht in Sicht, nachdem aus den Ausbauplänen für die Landebahn nichts geworden ist.

Aufgabe auch des zu formierenden Beirates werde es sein, die Bezirksregierung zu beraten, wenn es Beschwerden über Fluglärm am Mönchengladbacher Flughafen gebe, sagt Wolfgang Houben, Ratsherr der Korschenbroicher Grünen und Vorsitzender der Fluglärmkommission. Auch im Beirat sollen neben Vertretern der Kommunen und des Flughafens Vertreter von Fluglärminitiativen mit am Tisch sitzen. Houben, wäre es am liebsten gewesen, die Kommission hätte als solche weitermachen können. Aber auch mit einem Beirat kann er sich arrangieren.

Das sieht auch ein anderes Korschenbroicher Mitglied so: Dr. Hans Ulrich Klose, der als Vertreter des Kreises Neuss in der Kommission saß. "Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte die Bezirksregierung die Kommission noch drei Jahre weiterlaufen lassen. Aber von dieser Ermessensentscheidung wollte sie keinen Gebrauch machen." Wenn die Geschäftsführung des Beirates nun Korschenbroich als eine der hauptbetroffenen Kommunen übernehme, könne man auch mit dieser Lösung leben.

Nach Angaben der Bezirksregierung ist ein Beirat bundesweit das übliche Gremium für Flughäfen, die wie Mönchengladbach mangels Linienverkehr als Verkehrslandeplatz eingestuft sind. Mit der Entscheidung, die Kommission aufzulösen und einen Beirat zu installieren sorge die Bezirksregierung dafür, dass "überall gleiche Verhältnisse geschaffen werden", sagt eine Sprecherin. Einem Beirat werde sie aber genauso Gehör schenken wie einer Kommission.

(RP/rl)