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Bauer mit Faironika unterwegs: Polizei kontrolliert ungewöhnliches Gespann

Bauer mit Faironika unterwegs : Polizei kontrolliert ungewöhnliches Gespann

In der Zeit der Fußball-Wm läuft er in Holzschuhen von Stadion zu Stadion. Nicht allein, sondern in Gesellschaft einer Holzkuh, die er hinter sich herzieht und liebevoll Feronika getauft hat.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch traute eine Polizeistreife ihren Augen kaum, als das merkwürdige Gespann gegen 4.20 Uhr ihren Weg kreuzte. Was die Polizisten zunächst für einen ungewöhnlicher Diebstahl hielten, stellte sich als Werbeaktion heraus.

Ein Landwirt, der im Auftrag der Bauerngemeinschaft für fairen Milchhandel wirbt, zieht in der Zeit der Frauenfußball-Weltmeisterschaft von Stadion zu Stadion. Um auf den fairen Milchhandel aufmerksam zu machen, war der Bauer mit seiner Kuh auf Rollen auf dem Weg zum Mönchengladbacher Nordpark.

Der Mann ist Otto Schöneweis, ein Milchbauer aus Braunau bei Hessen. Gesponsert vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) ist er bereits seit drei Jahren immer wieder auf Wanderschaft quer durch Deutschland unterwegs, um auf fair gehandelte Milch aus der Region aufmerksam zu machen. "

Zurzeit bezahlen die Molkereien für einen Liter Milch ungefähr 33 bis 36 Cent. Damit der Erlös unsere Kosten deckt, müssten es aber mindestens 43 Cent sein", sagt der 55-Jährige, der die Frauen-Fußball-WM derzeit für seine Werbeaktion nutzt und von Stadion zu Stadion zieht.

Die Beamten waren schnell von der Rechtmäßigkeit der Aktion überzeugt und wünschten dem Gespann eine gute Reise.