Korschenbroich: Liedberg ist jetzt gewappnet

Korschenbroich: Liedberg ist jetzt gewappnet

Ein Hügel, ein Burgturm und drei Steine: So sieht das neue Liedberger Wappen aus. Heimatverein und Schützen gaben es in Auftrag. Bürger können es auf Fahnen und Bannern kaufen. Die ersten Exemplare hatten jedoch Fehler.

Eine eigenständige Gemeinde ist Liedberg zwar nicht. Doch ein eigenes Wappen kann der Ort jetzt vorweisen. Die Idee dazu hatten der Heimatverein und die St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Sie beauftragten den Heraldiker Lothar Müller-Westphal, ein passendes Ortswappen zu entwerfen.

Das Ergebnis: ein Hügel, ein Burgturm und drei Steine. Beim Schützenfest im August sollen Fahnen, die mit dem neuen Wappen bedruckt sind, den Ort schmücken. Im Festzelt werden Listen ausliegen, in die sich jeder eintragen kann, der eine Fahne (40 Euro) oder ein großes Banner (80 Euro) kaufen möchte. Zu beziehen sind die Fahnen über den Heimatverein und die Schützen.

"In der Heraldik spielen Symbole eine große Rolle. Deshalb muss der Burgturm nicht mit dem Original übereinstimmen", erklärt Lothar Müller-Westphal. Der weiße Zinnenturm steht auf einem gelben Hügel, der den Sandberg symbolisiert. Die drei Kantenwürfel stehen für die drei Ortsteile Liedberg, Steinhausen und Drölsholz.Die Fahnen und Banner, die das neue Wappen ziert, können derzeit aber noch nicht ausgeliefert werden.

"Bei der Produktion kam es zu Fehldrucken", sagt Müller-Westphal. Auf den bereits produzierten Fahnen hat der Burgturm keine Fenster und auf dem Banner stimmen die Proportionen der Farbstreifen nicht. "Wir haben schon neue Fahnen und Banner bestellt. Spätestens beim Schützenfest werden sie fertig sein", sagt Ralf Frommen, Geschäftsführer des Heimatvereins.

Dass das neue Wappen in Gelb und Blau gehalten ist, liegt an dem alten Wappen, das Liedberg von 1974 bis 1975 führte und dieselben Farben hatte. "Damals wollte man sich vor der kommunalen Neugliederung noch schnell ein Wappen geben", erklärt Frommen. Zu sehen war darauf ein Heiliger, der von Palmzweigen umkränzt ist und auf dem kurkölnischen Wappen steht. Das kurkölnische Wappen führte Liedberg im Mittelalter, als die Burg der Sitz der kurkölnischen Amtmänner war.

"Die Idee, wieder ein Wappen zu haben, hatten wir schon länger. Vor einem halben Jahr haben wir mit der Umsetzung begonnen", berichtet Ralf Frommen. Bevor jedoch das neue Wappen entstand, hatte Lothar Müller-Westphal zwei andere Ideen: ein Wappen, das drei rote Hügel und drei gelbe Steine zeigt, und ein Wappen, das drei blaue Hügel und eine gelbe Harfe zeigt. Diese Vorschläge wurden aber verworfen.

(cli)