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Korschenbroich: Bank wandert, Mode kommt

Korschenbroich : Bank wandert, Mode kommt

Die Raiffeisenbank zieht von der Hindenburgstraße ins Hannen-Center um. Auch der Textilhändler Kik will dort eröffnen. Unterschrieben hat die Mode-Kette den Mietvertrag noch nicht, aber sie ist sehr am Standort interessiert.

Es gibt Umzüge, aber deshalb keine neuen Leerstände in Korschenbroichs City: Die Raiffeisenbank-Filiale an der Hindenburgstraße — eine von zwölf Niederlassungen der Raiffeisenbank Grevenbroich — zieht im Herbst in das Hannen-Center um. Die neuen Räume beherbergten eins ein Blumengeschäft und fallen kleiner aus, als die jetzige Filiale an der Hindenburgstraße.

"Aber sie sollen freundlicher gestaltet werden", kündigt Vorstandssprecher Friedhelm Franken an. Die bisherigen Räume seien für die Bedürfnisse der Bank zu groß. "Früher hat man Banken in anderen Dimensionen gebaut, da war alles ein bisschen pompöser", sagt Franken.

In den neuen, zeitgemäßeren Räumen im Hannen Center will die Bank weiterhin mit Mitarbeitern, einem Servicebereich und zwei Beratungszimmern vertreten sein. Nur Automaten aufzustellen, kommt für Franken nicht in Frage: "Manche ältere Menschen haben mit Automaten Probleme. Ich halte es für wichtig, da einen Menschen als Ansprechpartner für die Kunden zu haben." Leerstand wird es nach dem Auszug der Bank an der Hindenburgstraße allerdings nicht geben. Das Unternehmen Optik Pleines möchte in dem Haus Büros beziehen.

In den bis April von einem Kaisers-Markt genutzten Laden im Hannen-Center wird wohl eine Filiale des Textil-Discounters Kik einziehen. Unterschrieben sei der Mietvertrag noch nicht, sagte gestern eine Sprecherin des Unternehmens. Doch Kik wolle "auf jeden Fall" eine Filiale in Korschenbroich eröffnen. Über den Zeitpunkt werde "in den nächsten Wochen" entschieden. Die Kette ist nach eigenen Angaben mit mehr als 3000 Filialen in Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowenien und in der Slowakei vertreten. Das Sortiment sei in allen Läden gleich, so Kik.

Das Hannen-Center, das in der Vergangenheit des Öfteren mit Leerstand zu kämpfen hatte, ist mit dem Zuzug von zwei neuen Unternehmen gut gefüllt. Ein neuer Lebensmittelmarkt als Nachfolger von Kaisers hätte sich gegen harte Konkurrenz behaupten müssen. Mit Edeka und Aldi sind am Matthias-Hoeren-Platz zwei Wettbewerber mit unterschiedlichen Konzepten vertreten, die mit vielen kostenfreien Parkplätzen vor den Pforten punkten können.

Und Konkurrent Rewe an der Mühlenstraße denkt an eine Erweiterung seiner Verkaufsfläche. Vor allem in den südlichen Teilen des Stadtgebiets lockt seit Dezember vorigen Jahres ein nagelneuer Rewe-Markt; die gut 10 300 Kleinenbroicher sind an Holzkamp und Püllenweg mit einer geballten Ladung Märkten versorgt. Wie eng es in Korschenbroich für die Branche ist, zeigt vielleicht auch das Beispiel Pescher Straße. Dort schloss kürzlich eine Netto-Filiale.

(RP)