Köln: Polizei stoppt Hochzeitskorso auf der Zoobrücke

Gefährliche Erinnerungsfotos : Polizei stoppt zwei Hochzeitskonvois in Köln

Die Kölner Polizei hat am Wochenende zwei Hochzeitskonvois gestoppt. Einer der Konvois habe am Sonntag mitten auf der Kölner Zoobrücke angehalten, um für Fotos zu posieren.

Die Beamten stoppten im Stadtteil Deutz zehn Wagen der rollenden Gesellschaft und stellten sechs Führerscheine sowie ein Mobiltelefon sicher. Das berichtete ein Polizeisprecher am Abend. Es wurde eine Anzeige wegen Nötigung ausgestellt.

In Köln gab es auch Ärger mit einem zweiten Konvoi. Dort sollen Beteiligte ein Bengalisches Feuer mit rotem Rauch abgebrannt haben. Fünf Autos wurden angehalten. Es gab Anzeigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Außerdem wurde als Ordnungswidrigkeit geahndet, dass ein Autokennzeichen von einer türkischen Flagge verdeckt war.

Zuvor hatte es bereits am Freitagabend nach einer Hochzeit Ärger auf der Autobahn 45 am Westhofener Kreuz nahe Schwerte gegeben. Dort blockierte eine Kolonne in Richtung Dortmund den Verkehr, bremste bis auf 30 km/h ab und blockierte mit lautem Hupen alle Fahrstreifen.

In Lüdenscheid berichteten Zeugen, dass aus einer Autokolonne eines Hochzeitskorsos heraus Schüsse gefallen seien, teilte die Polizei am Montag mit. Im Wagen eines 25-jährigen Esseners fanden die Beamten eine Schreckschusswaffe samt zugehöriger Munition. Beides stellten sie sicher. Einen Waffenschein konnte der 25-Jährige nicht vorweisen.

(siev/mba/dpa)