Remscheid/Recklinghausen: Feiernde schießen bei Hochzeitskorso in die Luft

Vorfälle in NRW : Hochzeitsgesellschaften zünden Pyrotechnik und schießen in die Luft

Erneut haben Hochzeitsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen für Ärger gesorgt. Gleich zweimal rückte die Polizei am Wochenende in Remscheid aus. In Recklinghausen fielen Schüsse.

Die Teilnehmer eines Korsos fielen am Samstagnachmittag in Remscheid auf, weil sie Pyrotechnik gezündet hatten. Die Polizei kontrollierte sechs Autos und deren Insassen.

Am Abend kam es nach Angaben von Zeugen bei einem Hochzeitskorso zu mehreren gefährlichen Verkehrssituationen. Vierzehn Autos wurden kontrolliert und eine Anzeige gestellt.

Am Samstagnachmittag meldeten in Recklinghausen Zeugen, dass sich Hochzeitsgäste auf der Straße aufhalten würden und in die Luft geschossen worden sei. Im Auto einer Hochzeitsgesellschaft fanden die Beamten eine Schreckschusspistole und entsprechende Munition. Die Waffe wurde sichergestellt, die Polizisten schrieben einem 23-Jährigen aus Gladbeck eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Erst am Donnerstag hatte ein Hochzeitskorso mit Luxus-Autos die A40 bei Bochum blockiert. Die NRW-Polizei verteilte nach diversen Vorfällen kürzlich Flyer in Brautmodengeschäften, um Feiernde vor Verstößen zu warnen.

Allein in den vergangenen zwei Monaten war die Polizei laut Innenministerium 129 Mal mit dem Anlass „Hochzeitsfeier“ ausgerückt.

(hsr/mba)
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