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Kreis Kleve: Kernie's Park unterbricht den Winter

Kreis Kleve : Kernie's Park unterbricht den Winter

Noch bis Freitag können Fans mehr oder weniger rasanter Fahrgeschäfte im Familienpark des Kalkarer "Wunderlandes" nach Herzenslust Karussellfahren. Angebot zum Sonderpreis ohne "all in" aber mit zusätzlichem Tobeparadies.

Karussellfahren bis zum Abwinken, ohne Schlange stehen und ohne größere Kosten: Noch bis Freitag können Fans von schnellen und geruhsameren Fahrgeschäften im Kalkarer Freizeitpark "Kernie's" ihrem Vergnügen nachgehen. Erstmals hat der Familienpark des "Wunderlandes" eine Winter-Öffnungszeit beschlossen. Noch bis Freitag einschließlich ist ein Teil des Outdoor-Freizeitparks für jedermann zugänglich. Im vergangenen Jahr kamen nur Hotelgäste zu dem Vergnügen, jetzt ist jeder willkommen. Zum Preis von 9,50 Euro, online nur 7,50 Euro, ist der Eintritt in den Park von 13 bis 17 Uhr möglich.

Beim Besuch der Rheinischen Post war sogar der Weihnachtsmann noch zwischen den Fahrgeschäften unterwegs, akzeptierte aber nachsichtig, inzwischen nicht mehr der Star unter den Attraktionen zu sein. Zwischen Kettenkarussell, "Merry Go Round" und dem Wikingerschiff "Pirat" kann zumindest nach dem 25. Dezember der rotgekleidete Mann nicht mehr allzu viel Aufmerksamkeit an sich binden. Zumal ein Großteil der Besucher, die auch zum Jahresende gerne Pauschalarrangements nutzen, aus den Niederlanden stammt. Und dort ist bekanntlich Sinter Klaas das stärker beachtete Fest, das nun einige Wochen hinter uns liegt.

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Was bleibt, ist die gemütliche Dekoration, die auch nach den Festtagen noch Bestand haben darf: Tannenbäume, viele Lichterketten, ein paar bunte Kugeln, knisternde Feuer in urigen Tonnen entlang der Laufwege. Die Mitarbeiter an den Fahrgeschäften tragen wattierte Jacken und windabweisende Hosen und freuen sich sichtlich, mal zu ungewohnter Zeit Sicherheitsbügel kontrollieren und Ein- und Ausgänge freigeben zu dürfen. Klingeling, ein Hupen, und schon geht's los.

Natürlich ist nicht geöffnet, was unbedingt zum Sommerhalbjahr gehört - die Wildwasserbahn zum Beispiel. Auch auf die Achterbahn und den "Vertical Swing", der Waghalsige durch den Kühlturm nach oben bis hoch in die Luft schleudert, muss man derzeit verzichten. Hingegen ist das noch relativ neue Fahrgeschäft "Atlantis" zugänglich. Aus einer Höhe von bis zu 32 Meter können Mutige auf den Park und über den Rhein hinweg blicken. Wobei ein geruhsamer Ausblick bei dem Tempo eher nicht gelingt, das geht schon eher im "Flying Elephant", der auf die Kleineren wartet, oder im Klassiker "Flying Caroussell". Der "Pirat" nahe am Rheinufer ist unbedingt auch etwas für action-verwöhnte Halbwüchsige. Und der Mitarbeiter, der die Aufsicht führt, sagt nichts dagegen, wenn man nach der Fahrt einfach sitzenbleibt. Und noch mal fährt und noch mal und noch mal. Weil (zumindest an den ersten Tagen) doch deutlich weniger los ist als an manchem schönen Sommertag.

Ein Extra, das insbesondere dann gefragt sein dürfte, wenn es nicht mehr so sonnig ist wie an den vorangegangenen Tagen: In der Eventhalle ist eine große Hüpfkissen-Anlage aufgebaut. Auf einer Reihe aufblasbarer Tobe-Szenarien, zum Teil ganz schön hoch und durchaus etwas für Sportler, kann sich die ganze Familie austoben. Essen und Trinken müssen die Gäste, die nur den Eintritt ins "Kernie's" gebucht haben, anders als üblich selbst bezahlen. Alternativ können sie teurere Tagesarrangements wählen, in denen dann Mittagessen, Kaffee und Kuchen und sonstige Getränke enthalten sind. Der normale Betrieb wird im April wieder aufgenommen.

(RP)