Kevelaer: Gesamtschule wartet auf 1000. Schüler

Kevelaer: Gesamtschule wartet auf 1000. Schüler

Die Anmeldefrist an der Schule ist verlängert worden. Das liege aber nicht daran, dass es zu wenig Kinder gebe. Im Gegenteil: Angesichts der guten Resonanz ist davon auszugehen, dass sogar eine fünfte Klasse mehr gebildet wird.

/ WEEZE Die Konkurrenz in der Umgebung für die Gesamtschule Kevelaer-Weeze ist groß: Schüler aus den beiden Orten besuchen auch die Gesamtschule Mittelkreis in Goch, gehen auf die Gaesdonck oder die Liebfrauenschule Geldern. Jetzt plant auch die Nachbarkommune die Einrichtung einer Gesamtschule, da lässt aufhorchen, dass die Schule in Kevelaer die Anmeldefrist verlängert hat.

Michael Cuypers, Rektor der Gesamtschule Kevelaer-Weeze, ist zufrieden mit der Entwicklung. Foto: Binn

Schulleiter Michael Cuypers bringt die wachsende Konkurrenz in der Umgebung nicht aus der Ruhe. "Dass wir die Anmeldefrist verlängern, ist bei uns nichts Ungewöhnliches", sagt der Rektor. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass es dauere, bis alle Anmeldungen eingetrudelt seien. Manche Eltern glaubten, sie bräuchten ihr Kind gar nicht anzumelden, weil es ja ohnehin eine Gesamtschulempfehlung habe. Zudem melden manche Eltern ihre Kinder erst an anderen Schulen an und warten ab, ob es da eine Ablehnung gibt. Die Verlängerung der Anmeldefrist sei mit der Bezirksregierung abgestimmt.

Obwohl manche Eltern noch zögern, laufe die Anmeldung bestens, so Cuypers. Im vergangenen Jahr wurden 165 Kinder neu an der Gesamtschule eingeschult, jetzt liegen bereits 190 Anmeldungen vor. Cuypers geht daher davon aus, dass die Gesamtschule acht fünfte Klassen bilden wird, eine mehr als im vergangenen Jahr. "Dieser Zuspruch freut uns natürlich. Das zeigt uns, dass die Schule gefragt ist und die Gründung der Gesamtschule in Geldern für uns bislang keinerlei negative Auswirkungen hat", sagt der Rektor.

797 Kinder und Jugendliche besuchen die Gesamtschule bereits. In der laufenden Anmeldung werden über 200 dazukommen, so der Rektor. Er geht daher auch davon aus, dass in Kürze der 1000. Schüler angemeldet wird. Die derzeitigen siebten und achten Jahrgänge sind achtzügig, die fünften und sechsten siebenzügig. Jeweils zwei Klassen werden am Standort in Weeze unterrichtet.

Wie berichtet, wird gerade über ein Konzept beraten, um die Schule in Weeze umfangreich umzubauen. Auch das soll dafür sorgen, die Schule zukunftssicher zu machen. Im Raum steht eine Variante, das auch dem pädagogischen Konzept Rechnung trägt und unter dem Motto "Konzept 2030" geführt wird. Diese Alternative würde fünf Millionen Euro kosten. Mit dem neu gestalteten Gebäude soll Aufbruchstimmung vermittelt werden, um auch Schüler aus den Nachbarorten auf Weeze aufmerksam zu machen. Gleichzeitig will man sich gut gegenüber der Konkurrenz aufstellen. Das ist offenbar gelungen, wie die guten Anmeldezahlen zeigen.

  • Tönisvorst : Neudeck-Gesamtschule verlängert Anmeldewoche

Nicht ganz so zufrieden ist Karl Hagedorn mit den Anmeldezahlen am Kardinal-von-Galen-Gymnasium. "Es könnte ruhig noch etwas besser sein", sagt der Rektor. Aktuell sind hier 77 Kinder für das neue Schuljahr angemeldet. Im vergangenen Jahr waren es noch 92 gewesen.

Hagedorn weist darauf hin, dass auch jetzt noch Anmeldungen an der Schule möglich sind. Das sei offenbar manchen Eltern gar nicht bewusst.

Im kommenden Schuljahr werden wieder drei fünfte Klassen am Gymnasium gebildet. So viele Eingangsklassen gab es auch 2017.

Dass die Zahl der Anmeldungen zurückgegangen ist, könne daran liegen, dass die Grundschullehrer zurückhaltender bei den Empfehlungen für das Gymnasium gewesen seien, heißt es.

(zel)