Kamp-Lintfort: Lightning Souls suchen neuen Chorleiter

Singen in Kamp-Lintfort : Lightning Souls suchen neuen Chorleiter

Der Chor aus Kamp-Lintfort fürchtet um sein Fortbestehen. Trotz großer Bemühungen wurde noch kein Nachfolger für Leiterin Christina van Deyk gefunden. Sie verlässt den Chor aus beruflichen Gründen.

Sie nennen sich „Lightning Souls“ und sind ein seit fast 20 Jahren bestehender Gospelchor. Doch jetzt fürchten sie um ihr Fortbestehen, denn ab Ende diesen Jahres sind sie ohne Chorleitung. Ihre bisherige Chorleiterin Christina van Deyk kann in Zukunft die Leitung aus beruflichen Gründen nicht mehr weiter übernehmen. Und auch der Pianist Tom Spira, der den Chor die letzten vier Jahre mit ihr zusammen geleitet hat, wird aufhören. „Schade. Aber das müssen wir akzeptieren. Leider ist unsere Suche nach einer neuen Chorleitung bisher erfolglos geblieben. Deswegen wenden wir uns nun an die Öffentlichkeit“, erklärte Annette Erdmann, Vorsitzende des Chores, bei einer Probe der „Lightning Souls“ am Donnerstag im Lutherhaus der evangelischen Kirchengemeinde Kamp-Lintfort. Ohne Christina van Deyk, doch die konnte nur an diesem Abend nicht, wird aber, wie auch Tom Spira den Chor zumindest noch bis zu seinem nächsten Auftritt am 29. November in der Neukirchen-Vluyner St.-Quirinus-Kirche erhalten bleiben.

Dort treten die „Lightning Souls“ auf Einladung der örtlichen „Bürgerstiftung“ ab 19 Uhr in einem gemeinsamen Konzert mit dem Moerser Gospelchor „Heart“ und dem in Rheurdt beheimateten A-Cappella-Frauenchor „Sound and Soul“ auf. Was danach kommt, ist noch ungewiss. „Das hängt davon ab, wie erfolgreich unsere öffentliche Suche nach einem neuen Chorleiter beziehungsweise einer neuen Chorleiterin für uns sein wird“, zuckte Annette Erdmann mit den Schultern. „Es muss ja nicht unbedingt ein studierter Kirchenmusiker sein, da sind wir bescheiden.“ Das stimmt. So werden zum Beispiel keine jahrelangen Chorleitererfahrungen erwartet, und auch das Alter oder gar die religiöse Einstellung spielen keine Rolle. Wichtig sind den 35 Sängerinnen und Sängern dagegen gute Klavierkenntnisse, vielleicht sogar als Jazz-Pianist, und „dass er oder sie Spaß an der Arbeit mit Gospels hat“.

Davon haben die „Lightning Souls“ derzeit fast 40 Stücke von Black- über Rock- bis hin zu Modern-Gospels in ihrem Gesangsrepertoire, würden aber gerne noch ein paar neue dazulernen. Das Vorschlagsrecht dafür läge in erster Linie bei dem neuen Leiter. Die zu den Songs gehörigen Bewegungschoreografien erarbeitet bisher eine der Sängerinnen mit ihren Gesangskollegen. Zurzeit gibt der Chor dreimal im Jahr ein größeres Konzert und singt bei kleineren Anlässen wie Gemeindefesten und Familienfeiern. Geprobt wird einmal die Woche von 19.30 bis 21.30 Uhr im Lutherhaus an der Ebertstraße 57. Darüber hinaus feiert man aber auch unter sich und unternimmt gemeinsame Ausflüge.

Sollte die Sache mit der neuen Chorleitung klappen, würde man sich außerdem über weitere Mitglieder freuen, vor allem männliche Stimmen und Sopranistinnen sind erwünscht. „Aber das hängt, wie schon gesagt, von dem Erfolg unserer Suche ab“, erklärte Vorsitzende Annette Erdmann. „Man wird sehen.“

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