Kamp-Lintfort: Im April blühen die Tulpen im Zechenpark.

Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort : Im April blühen die Tulpen im Zechenpark

Die Mitglieder des Fördervereins „Landesgartenschau 2020“ haben am Donnerstag im Schatten des Förderturms die herbstliche Pflanzzeit eingeläutet. Sie pflanzten Tulpenzwiebeln und Stauden in die vorbereiteten Beete ein.

Es ist Pflanzzeit in den beiden Parks der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort: Insgesamt 250.000 Tulpen-, Narzissen- und viele andere Zwiebelblumen, aber auch mehrere 1000 Stauden und Wechselflor kommen in den nächsten Wochen und Monaten in die Erde. Die Mitglieder des Fördervereins Landesgartenschau haben am Donnerstag den Auftakt gemacht. Sie pflanzten die ersten 3000 Zwiebeln in die vorbereiteten Beete rund um den Quartiersplatz im Zechenpark ein. Zwiebellieferant Lubbe aus dem niederländischen Blumenzwiebelzentrum in Lisse hatte sie für die Aktion zur Verfügung gestellt. Er hatte sich an der Ausschreibung beteiligt und den Zuschlag erhalten. „Denken Sie daran, dass jede Zwiebel den zwei- bis dreifachen Platz ihrer eigenen Größe benötigt“, gaben Solvejg Mennerat und Annaca Kröner den Teilnehmern an der Pflanzaktion mit auf den Weg.

Mennerat und Kröner sind Mitarbeiterinnen der Landschaftsarchitekten Orel und Heidrich, die das Pflanzkonzept für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort entwickelten. „Und achten Sie darauf, dass sie nicht oben und unten verwechseln“, erklärten sie den Hobby-Gärtnern. Die brachten aber selbst jede Menge Erfahrung aus dem eigenen Garten mit. Oder wie Margarete Feistner zusätzlich aus der Arbeitsgemeinschaft Pappelsee. Dort wurde zuletzt eine bunte Bienenweide angelegt. Auch Dagmar Wenzel hat sich am Dienstag spontan entschlossen, bei der Pflanzaktion im Zechenpark mitzumachen. Sie gehört nicht dem Förderverein an, sondern hatte aus der Zeitung von der Aktion erfahren. „Ich finde es eine schöne Vorstellung, die Landesgartenschau zu besuchen und sagen zu können: Diese Tulpenzwiebeln habe ich gesetzt.“ Das Pflanzkonzept der Landschaftsarchitekten, das nun zur Umsetzung kommt, ist linear und architektonisch gestaltet. „Wie ein Barcode“, beschreibt Laga-Pressesprecherin Imma Schmidt die Idee.

Bepflanzt wird nicht nur der Bereich um den Quartiersplatz, sondern das gesamte Zechenareal mit seinen Wegen. „Es wird zwei/drei Flächen geben, auf denen wir aus dem linearen Gestaltungsbild ausbrechen werden. Dort werden die Beete weich und geschwungen sein“, erläuterte Annaca Kröner. Beispielsweise an den Hängen des Landschaftsbauwerks. Damit die beauftragten Gärtner wissen, was sie wo einzupflanzen haben, wurden die Beete schon vorbereitet und mit roten Schnüren wie auf einem Reißbrett versehen. „Der Plan wird eins zu eins auf das Gelände übertragen“, betonte Laga-Geschäftsführer Heinrich Sperling. Die Tulpen werden im kommenden Frühjahr in den verschiedensten Farben erblühen. Die Palette reicht von Gelb, Rot, Orange bis Dunkellila. Dazwischen wird unter anderem Zierlauch blühen, der eine neue Farbnuance ins Spiel bringen wird. Wechselflor wird ebenso eingepflanzt – für den Übergang, bis die Sommerblüher wie zum Beispiel Tagestes, Fleißige Lieschen und Eisenkraut an der Reihe sind. Auch Stauden kommen jetzt schon in die Erde, darunter Iris, Fette Henne, Storchschnabel, Salbei und Katzenminze. Die Farbränder werden rot und silbrig-weiß sein.

www.kamp-lintfort2020.de

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