Kaarst: Verdächtige spricht nach Kapuzen-Brand von Unfall

Nach Vorfall in Kaarst : Kapuzen-Brand: Verdächtige spricht von Unfall

Es war eine Tat, die noch einmal glimpflich ausgegangen ist. Vor rund zwei Wochen hatte ein Mädchen die Kapuze einer 13-Jährigen im Netto-Supermarkt an der Martinusstraße angezündet.

Danach meldete sich der einzige Zeuge und gab der Polizei Hinweise zu der Verdächtigen. Diese wurde inzwischen von den Ermittlern vernommen. Dabei sagte die Jugendliche aus, dass sie mit dem Feuerzeug gespielt habe und die Kapuze des Opfers dabei aus Versehen in Brand geriet. Der Zeuge schlug das Feuer geistesgegenwärtig aus und verletzte sich dabei leicht an der Hand.

Die 14-jährige mutmaßliche Täterin war am Tag der Tat nach Angaben der Polizei mit zwei 13-jährigen Mädchen im Supermarkt unterwegs. „Das Verfahren geht früher oder später zur Staatsanwaltschaft. Die Schuld muss allerdings eindeutig bewiesen werden. Und da in diesem Fall Aussage gegen Aussage steht, sind die Chancen auf eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung gering“, sagt Polizeisprecherin Daniela Dässel auf Nachfrage.

Wenn es wirklich keine Absicht war, sollte sich die 14-Jährige allerdings Gedanken darum machen, mit welchen Sachen sie in einem Supermarkt herumspielt und mit welchen nicht. Der Zeuge verhinderte nach Angaben Dässels jedenfalls Schlimmeres. „Das hätte noch viel übler ausgehen können, das Opfer hat noch einmal Glück gehabt“, so Dässel.

(seeg)
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