Feststimmung auf dem Lindenplatz in Holzbüttgen

Weihnachtsmarkt in Holzbüttgen : Feststimmung auf dem Lindenplatz

Nasskaltes Wetter trübt Stimmung auf kleinstem Kaarster Weihnachtsmarkt nicht.

Letztes Jahr Schneestürme, dieses Jahr immer wieder einsetzende kräftige Regenschauer – alles keine guten Voraussetzungen für einen gelungenen Weihnachtsmarkt. Aber zwischen diesen Wetterkapriolen war dann doch einiges los auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Lindenplatz. „Ich bin eigentlich sehr zufrieden“, sagte Bernd Wiescholleck, der mit seinem Freundeskreis den Markt auf die Beine gestellt hatte. Und so klein der Markt war, es mangelte eigentlich an nichts: Norbert Drennhaus schlüpfte ins Nikolauskostüm und die zwei wunderschönen, nostalgisch anmutenden Karussells, die Wiescholleck eigenhändig gebaut hatte, drehten sich. Wiescholleck hatte aber nicht nur mit seinen selbstgebauten Buden und Karussells für festliche, vorweihnachtliche Stimmung gesorgt, er hatte auch Lieder getextet wie „Op dem kleene Weihnachtsmaat“, die er höchstpersönlich vortrug.

Fast alles selbst gemacht: Das galt im Kleinen auch für den Stand von Anette Steinel aus Kaarst mit Selbstgebasteltem für die vorweihnachtlich geschmückte Wohnstube. Aus Kaarst war neben vielen anderen Besuchern auch Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus gekommen, um zu bewundern, was bürgerschaftliches Engagement so alles bewirken kann. Einige Händler verstanden es, das Ego der Holzbüttger zu streicheln mit speziellen Angeboten wie diesem: Nina Olschenka, selber Holzbüttgerin, hatte Stofftaschen gemacht, auf denen doppeldeutig steht: „Ne Jute aus Holzbüttgen.“ Zu ihren raffinierten, erfreulich kitschfreien Offerten gehörten Sterne und Leuchter aus Blitzzement. Gleich gegenüber, am Stand von Kimberley Feichtner, gab es Mitbringsel wie „Toffifee“ in nobler weißer Verpackung, während am anderen Ende des Marktes Erbsensuppe verkauft wurde. Die Chorgemeinschaft hatte die Regie im Saal der Kirche übernommen: Hier konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen aufwärmen, während der Erlös in die Kasse der Chorgemeinschaft fließt – so etwas nennt man Win-Win-Situation.

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