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Vandalen zerstören Mauerdurchbruch-Kunstwerk

Vandalismus in Hilden : Vandalen zerstören Mauerdurchbruch-Kunstwerk

Das Mauer-Kunstwerk des Hildener Ratsherren Fred-Harry Frenzel am Dr.-Ellen-Wiederhold-Platz ist offenbar mutwillig zerstört worden. Die Skulptur, bei der ein Original-Trabi durch die Mauer bricht, wurde in drei Teile zerlegt.

Seit dem 5. September beeindruckt ein Stück nachempfundene „Berliner Mauer“, durch die ein Trabi in Originalgröße bricht, die Hildener am Ellen-Wiederhold-Platz. Die Installation des CDU-Ratsherrn und Künstlers Fred Harry Frenzel erinnert an den Mauerfall und soll bis zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober stehen bleiben.

Doch als Frenzel am Donnerstagmorgen seine Skulptur in Augenschein nahm, fuhr ihm gewissermaßen der Schreck in die Glieder. Die Mauer war in drei große Teile auseinander gebrochen worden, die Stücke lagen verstreut auf dem Pflaster.

Frenzels erste Vermutung, ein starker Wind habe die Styroporwand zerstört, wich schnell der frustrierende Erkenntnis: Das ganze wurde mutwillig zerstört. „Es sieht so aus, als hätten die Randalierer mit Fußtritten die Teile auseinanderbekommen“, vermutet der Ratsherr, der eine politische Motivation allerdings weitgehend ausschließt: „Es fanden sich weder Graffitis noch andere Botschaften, die auf so etwas hingedeutet hätten.“ Er glaube vielmehr, da hätten ein paar Betrunkene ihr Mütchen gekühlt. Gleichwohl rief er die Polizei und erstattete Strafanzeige gegen unbekannt.

Unterkriegen lassen will sich Fred-Harry Frenzel von der Zerstörungs-Aktion ohnehin nicht. Er begann sofort mit den Reparaturarbeiten, um das Kunstwerk noch am selben Tag wieder präsentieren zu können. Er sagt: „Bis zum 3. Oktober soll alles auf jeden Fall stehen bleiben.“

Der Fall der Mauer zwischen den beiden deutschen .Staaten jährt sich in diesem Jahr zum 31. Mal, die Wiedervereinigung fand vor 30 Jahren statt. Daran erinnern die Hildener Christdemokraten normalerweise, indem sie Zeitzeugen in den alten Ratssaal einladen. Das war wegen der Corona-Krise allerdings nicht möglich. Daher soll dieses Mal mit der Skulptur auf dem Dr.-Ellen-Wiederhold-Platz zwischen dem aktuellen und dem historischen Rathaus der Anlass gebührend gewürdigt werden. Und Frenzel will alles dafür tun, „dass wir das auch hinbekommen“.