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Haus am Park schließt Umbau ab

Haan : Haus am Park schließt Umbau ab

In der Seniorenwohnanlage soll es künftig eine stundenweise Betreuung zur Entlastung pflegender Angehöriger geben.

Die Senioren-Wohnanlage „Haus am Park“ in der Bismarckstraße bekommt mehr Platz für Gemeinschaftsangebote: In den vergangenen Monaten wurde der Restaurantbereich im Erdgeschoss aufwändig umgestaltet. Auch die Bibliothek in der zweiten Etage ist renoviert und zum „kleinen, feinen Salon“ geworden. Rund 100.000 Euro hat die Evangelische Kirchengemeinde Haan in den Umbau investiert. Anfang April soll mit Mietern, Mitarbeitern, Handwerkern und Kirchenvertretern alles offiziell eingeweiht werden. „Zwischen dem früheren „kleinen Saal“ und der ehemaligen Küche im Erdgeschoss gibt es jetzt einen Durchbruch. Außerdem haben wir den Lastenaufzug wieder aktiviert und die Belüftungsanlage im ganzen Haus erneuert“, beschreibt Maria Reich, Geschäftsführerin des Hauses am Park, die Veränderungen. Ein neues Beleuchtungskonzept, ein riesiger Bildschirm für Konferenzen und Besprechungen sowie neue Tische und Stühle machen die Räume multifunktionell nutzbar, die Fläche wird deutlich vergrößert und komfortabler.

Da die alte Großküche in der Vergangenheit so gut wie nie gebraucht wurde, musste sie für einen weiteren Gemeinschaftsraum neben dem Restaurant und Café weichen. Eine deutlich kleinere Küche gibt es wieder, dort können zum Beispiel Caterer ihre angelieferten Speisen wärmen. Die freigewordene Fläche aber kann nun für die unterschiedlichsten Dinge genutzt werden: Gymnastik, Feiern, Besprechungen zum Beispiel, aber auch Spieleabende oder Lesungen. „Außerdem können wir uns vorstellen, ein zusätzliches Bewegungsangebot für Senioren und Demenzerkrankte einzuführen“, erzählt Vera Gitzler-Schubert, die für die Mieter Ansprechpartnerin für Alters- und Gesundheitsfragen ist.

Als „Fernziel“ haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, in den Erdgeschoss-Räumen eine stundenweise Betreuung mit Frühstück und Bewegung anzubieten, um pflegende Angehörige zu entlasten. „Früher hatten wir dort viel „toten“ Raum“, erzählt Maria Reich. Zugleich sei die Anfrage zur Nutzung der Flächen aber groß gewesen, der Terminkalender des Hauses am Park aus allen Nähten geplatzt. „Unsere Mieter wünschen sich mehr Gemeinschaftsaktionen. Sie möchten zum Beispiel gemeinsam singen, Romme oder Doppelkopf spielen, Gedächtnistraining, Yoga oder Meditation machen, Bewegungsangebote wahrnehmen. Jetzt bekommen wir diese Möglichkeiten“, sagt die Geschäftsführerin.

Teilnehmen können bei vielen Veranstaltungen und Angeboten auch Menschen, die nicht im Gebäude wohnen: Auch bisher arbeitet das Haus am Park schon mit der Volkshochschule Hilden-Haan zusammen. Die Seniorenwohnanlage hat 58 Wohnungen für aktuell 63 Bewohner. Zum Angebot für die Mieter gehören neben den Wohnungen zahlreiche Services wie Einkaufsdienste, ein Hausnotruf oder Hausmeisterleistungen.

Das Haus ist keine Pflegeeinrichtung, bietet über die Diakoniestation der evangelischen Kirche aber auch einen ambulanten Dienst an. Den nutzen aktuell rund 50 Prozent der Mieter.