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Grevenbroich: TuS favorisiert Trainingsplatz auf Bauhof-Gelände

Grevenbroich : TuS favorisiert Trainingsplatz auf Bauhof-Gelände

Der TuS ist auf der Suche nach einem neuen Trainingsgelände. Eine Alternative zum maroden Ascheplatz sieht er auf einer Wiese im Landschaftsschutzgebiet, gleich neben dem Forstbauhof.

Doch dort droht Ärger mit den Waldschützern (die NGZ berichtete). Das Gelände ist jedoch nicht die erste Wahl des 800 Mitglieder starken Vereins — er favorisiert einen anderen Standort, ganz in der Nähe des Schlossstadions.

"Unsere Fußballer haben schon seit mehr als zehn Jahren schlechte Trainingsbedingungen", beklagt TuS-Präsident Lothar Zimmermann. Der Ascheplatz sei wellig und mit Löchern versehen, es gebe dort nicht einmal eine Unterstellmöglichkeit. "Das ist schon alles sehr desolat", so der Vereinschef.

Diesen Zustand hat der TuS-Vorstand nun in einem Gespräch mit der Verwaltungsspitze im Rathaus thematisiert. "Dabei kam das Gespräch auf die Wiese am Forstbauhof", schildert Zimmermann. Bürgermeisterin Ursula Kwasny habe ihre Mannschaft beauftragt, zu überprüfen, ob der Bau einer Trainingsanlage mit Kunstrasen auf diesem Gelände machbar sei.

Zudem sollen auch die Kosten ausgelotet werden. Alternativ könne sich der TuS aber auch einen Platz im hinteren Bereich der "Sodbach-Arena" vorstellen, die in der Nähe der Wiese liegt. "Eine Kooperation mit den Elfgener Kollegen wäre interessant", meint Zimmermann.

Der Präsident des 100 Jahre alten Vereins macht jedoch keinen Hehl daraus, dass er viel lieber eine Trainingsmöglichkeit in der Nähe des Schlossstadions hätte. "Sollte der Bauhof tatsächlich ausgelagert werden, könnte ich mir dort einen Platz vorstellen", sagt Lothar Zimmermann. Aus Sicht des TuS wäre dies die optimale Lösung: "Das Gelände ist fußläufig zu erreichen, es könnte mit dem Stadion und der Turnhalle eine Einheit bilden — alles liegt nahe beieinander."

Vor der Sommerpause diskutierten die Politiker hinter verschlossenen Türen über eine Verlagerung des Bauhofs. Nach Informationen der NGZ sollen die Wirtschaftsbetriebe ans Rittergut in Noithausen aussiedeln. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen worden.

Gleiches gilt auch für die Wiese im Landschaftsschutzgebiet und die weiteren Alternativen. Nach den Ferien werden die Ausschüsse über die Machbarkeit diskutieren — und auch darüber, wer die Kosten zu zahlen hat.

(NGZ)