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Themen Zur Kommunalwahl Wohnen Und Demografie: So soll Grevenbroich attraktiver werden

Themen Zur Kommunalwahl Wohnen Und Demografie : So soll Grevenbroich attraktiver werden

Mehr Neubaugebiete, Freizeitangebote und Gastronomie - nur einige Beispiele der Wahlkämpfer für eine familienfreundliche Stadt.

Grevenbroich Was muss getan werden, damit die Stadt weiterhin attraktiv für junge Familien bleibt? Diese Frage wird von den Parteien und Wählergemeinschaften unterschiedlich beantwortet. Wichtig für die CDU: "Die Bedürfnisse junger Familien müssen künftig von vornherein in die Planung von Baugebieten mit einfließen", sagt Spitzenkandidat Norbert Gand. Die Union fordere schon seit langen ein Bauland-Management, sagt er und beklagt: "Wegen der unterschiedlichen Strömungen und Mehrheitsverhältnisse im Rat konten wir uns aber nicht durchsetzen."

Die Stadtverwaltung habe die Versorgung mit offenen Ganztagsangeboten und Kindergartenplätzen nach Einschätzung der CDU gut gelöst. "Allerdings wird es notwendig sein, solche Dinge künftig in die Planung von vornherein mit einzubeziehen", meint Gand. Das gelte nicht nur für Baugebiete, sondern auch für die Sanierung bestehender Quartiere in der City und den Stadtteilen. "Darauf wird in Zukunft verstärkt ein Augenmerk gelegt", betont der Spitzenkandidat.

Für die SPD gilt im Zusammenhang mit einer familienfreundlichen Stadt der Leitgedanke "Kein Kind zurücklassen". "Uns ist wichtig, die präventive Jugendarbeit zu stärken und ortsnahe Freizeitangebote zu schaffen", erklärt Spitzenkandidat Horst Gerbrand. Die Sozialdemokraten wollen sich für den flächigen Ausbau der Ganztagsgrundschulen ebenso stark machen wie für bezahlbare Baugebiete. "Die Baugebiete in Kapellen und Frimmersdorf müssen abgeschlossen und die neuen Baugebiete in Wevelinghoven und Neurath entwickelt werden", sagt Gerbrand.

Für die UWG gehört auch ein gastronomisches Angebot zu einer familienfreundlichen Stadt. "Wir brauchen mehr Lokale, in denen sich die Grevenbroicher auch nach 19 Uhr treffen können, der Bedarf ist eindeutig da", meint Spitzenkandidat Carl Windler. Eine "moderat gehaltene Grundsteuer" mache die Stadt für Neubürger ebenso interessant, wie qualifizierte und bedarfsgerechte Angebote in den Kitas.

Dass sich Grevenbroich als Pendlerstadt bekannter machen muss, steht für den FDP-Spitzenkandidaten Markus Schumacher fest: "Jeden Tag ziehen neue Menschen aus der ganzen Welt in die umliegenden Metropolen, obwohl sie hier günstiger wohnen könnten. Die Stadt wird von diesem Personenkreis bisher nicht wahrgenommen", meint er. Zudem müsse die Stadt mit ihren Nachbarkommunen enger bei der Entwicklung gemeinsamer Gewerbegebiete zusammenarbeiten.

Für die Grünen wichtig: "Es muss für ein attraktives Kita- und Schulangebot bei kurzen Wegen gesorgt werden", sagt Spitzenkandidat Dirk Gawlinski. Zu einer familienfreundlichen Stadt zählt er flexible Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten und eine nach Einkommen gestaffelte Gebühr für die offenen Ganztagsgrundschulen - "und ein gesundes Mittagessen sollte dort auch angeboten werden".

(NGZ)