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Grevenbroich: Politiker entscheiden sich für Förderschul-Fusion

Grevenbroich : Politiker entscheiden sich für Förderschul-Fusion

Der Schulausschuss hat sich mit großer Mehrheit für die Fusion der Martin-Luther-King-Schule mit der Schule am Chorbusch ausgesprochen. Träger wird der Rhein-Kreis Neuss sein.

Die Schülerzahlen sinken, die Förderschulen in Frimmersdorf und Hackenbroich hätten alleine keine Zukunft, es drohe die Schließung, erklärte Schuldezernent Michael Heesch den Hintergrund für die Zusammenlegung ab dem Schuljahr 2014/15. Ein Nebeneffekt für die Stadt: Da der Rhein-Kreis die Trägerschaft über die neue Schule übernimmt, spart Grevenbroich jährlich etwa 290 000 Euro.

Die Schulkonferenz der Martin-Luther-King-Schule hatte vor der Sitzung die Verwaltung aufgefordert, eine Dependance-Lösung für Grevenbroich zu untersuchen. Doch Eva Brings von der Bezirksregierung Düsseldorf riet von einer solchen Möglichkeit ab: "Bei einem Teilstandort wird die Lehrerversorgung deutlich schwieriger."

Die Schüler sollen künftig mit Bussen nach Hackenbroich gefahren werden. Kreis-Schuldezernent Tillmann Lonnes sagte zu, dass eine Fahrzeit von 30 Minuten nicht überschritten werden soll. Auch in den Nachmittagsstunden – etwa nach der Ganztagsbetreuung oder Arbeitsgemeinschaften – sei der Nachhauseweg gesichert.

Heike Troles (CDU) und Daniel Rinkert (SPD) signalisierten für ihre Fraktionen, dass sie im Rat für die Fusion stimmen werden, ebenso Rolf Göckmann (Aktive Bürger) und Dirk Gawlinski (Grüne). Lediglich Martina Flick (UWG) war gegen die Fusion. Sie zweifelte daran, dass die Schülerzahlen in den Förderschulen rückläufig seien.

Warum die Schulen nicht in Grevenbroich zusammengelegt werden: In Hackenbroich gibt es keine Nachnutzung für das Schulgebäude, in Frimmersdorf schon – dort sollen künftig die Schüler der Viktoria-Grundschule einziehen.

(wilp)