Mevissen: Stadt Grevenbroich soll Chance auf Anbindung an L 361 prüfen

Baugebiet „An Mevissen“ in Wevelinghoven: Die Stadt soll Chance auf L 361-Anbindung prüfen

Die SPD-Ratsfraktion will möglichst rasch geklärt wissen, ob das Neubaugebiet „An Mevissen“ auch eine Straßenanbindung an die Landstraße L 361 (Ortsumfahrung Wevelinghoven) oder an die Kreisstraße 10 erhalten kann. Einen solchen Straßenanschluss hatten mehrere Teilnehmer beim Stadtteilgespräch in Wevelinghoven vor knapp zwei Wochen gefordert.

Für das Baugebiet mit vier Abschnitten und mit insgesamt rund 400 Wohneinheiten sind bislang vier Straßenanbindungen in den Ort geplant. Bewohner befürchten dadurch erheblich mehr Verkehr auf der bereits stark belasteten Hauptdurchfahrt, beispielsweise auf der Oberstraße.

SPD-Fraktionschef Horst Gerbrand und Geschäftsführer Daniel Rinkert bitten nun in einem Schreiben an Bürgermeister Klaus Krützen, dass die Stadtverwaltung mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und dem Rhein-Kreis Kontakt aufnimmt, um „sicherzustellen, ob ein zusätzlicher Anschluss des Baugebietes an die K 10 oder L361, zum Beispiel durch einen fünf-strahligen Kreisverkehr, im Kreuzungsbereich eine Chance auf Realisierung hat“.

Beim Stadtteilgespräch in der Realschule hatte Fachbereichsleiterin Dorothea Rendel erläutert, dass die Erfahrung zeige, dass solche Anbindungen eine nur geringe Chancen auf Verwirklichung haben. „Für uns ist es wichtig, zunächst die Frage zu klären, ob es doch es eine Möglichkeit für eine solche Lösung gibt, oder ob wir mit den gegebenen Bedingungen weiter planen müssen“, sagt Horst Gerbrand, der in Wevelinghoven lebt. In jüngster Zeit habe es überraschende Wendungen gegeben, etwa bei der Frage der Herabstufung der A 540, um eine Anbindung des geplanten Interkommunalen Gewerbegebiets zu schaffen.

Wie die Stadtverwaltung betont der SPD-Fraktionschef, dass für die Planung der Mevissen-Bauabschnitte zwei bis vier auf jeden Fall ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben wird. „Der Verkehr in Wevelinghoven wird zunehmen, aber die Alternative wäre, nirgendwo mehr Neubaugebiete zu errichten“, gibt Horst Gerbrand zu bedenken. „Wir müssen jungen Familien die Chance geben zu bauen, und wir müssen dafür intelligente Lösungen finden“, sagt Gerbrand, der zudem betont: „Wir müssen Gas geben. Wir haben bereits für den ersten Bauabschnitt rund zehn Mal so viele Interessenten wie angebotene Baugrundstücke. Es gibt im Ort einen großen Bedarf.“

(cso-)
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