Grevenbroich: Bürger sollen wieder beim Frühjahrsputz Müll einsammeln

Umweltschutz in Grevenbroich: Grevenbroicher sollen wieder Müll beim Frühjahrsputz einsammeln

Im Schneckenhaus wird die größte Putzaktion im Stadtgebiet vorbereitet. Am Freitag und Samstag, 15. und 16. März, können sich die Grevenbroicher wieder am Frühjahrsputz beteiligen, Straßenränder, Grünstreifen und -anlagen vom Müll befreien.

Jedes Jahr machen rund 1200 bis 1600 Bürger, darunter viele Schul- und Kita-Kinder, mit. 2018 wurden insgesamt 85 Kubikmeter Müll zusammengetragen. Zwei Ziele verfolgt die Stadt mit der Aktion. „Zum einen möchten wir mit vereinten Kräften die Landschaft vom Müll befreien. Die Stadt allein könnte das nicht leisten“, sagt Ralf Dietrich vom Schneckenhaus-Team, der seit vielen Jahren bei der Aktion die Fäden in der Hand hält. „Zudem hat der Frühjahrsputz auch ein pädagogisches Ziel. Wir möchten bei Kindern das Bewusstsein fördern, verantwortungsbewusst mit Natur und Landschaft umzugehen.“

Während am Freitag vor allem Schulen und Kindergärten los ziehen, ist der Samstag, 16. März, der Sammeltag unter anderem der Vereine und Nachbarschaften, Schützen und Dorfgemeinschaften. Auch Einzelpersonen können sich melden. „Die Anmeldungen gehen jetzt allmählich bei uns ein“, schildert Ralf Dietrich. Weitere Helfer sind immer willkommen. „In Gewerbegebieten sieht es leider oft schlimm aus, und es nicht leicht, dafür Helfer zu finden“, berichtet der 33-Jährige. In Gewerbegebieten wohnen nur wenige Menschen, und viele Müllsammler wollen lieber in ihrem Dorf losziehen.

Festes Schuhwerk ist beim Frühjahrsputz empfehlenswert, ansonsten stattet die Stadt die Helferschar mit Utensilien aus. „Wir stellen Müllsäcke und Handschuhe zur Verfügung“, sagt Dietrich. Zudem werden Sammelstellen vereinbart, an denen die Bundesfreiwilligendienstler vom Schneckenhaus den zusammengetragenen Abfall abholen. Den weiteren Mülltransport übernimmt die Firma Drekopf.

Neben jeder Menge Papier, Flaschen und anderem Abfall finden sich jedes Jahr auch größere „Brocken“, die Umweltsünder einfach in die Landschaft gekippt haben. „Beispielsweise Möbel, Toilettenschüsseln oder Autoreifen“, schildert Ralf Dietrich. Manches sollten die Sammler übrigens liegen lassen. „Wer auf Schadstoffe, beispielsweise ein Fass mit Säure, stößt oder auf einen Kanister mit undefinierbarem Inhalt, sollte ihn uns anrufen“, sagt Dietrich. Dann werde eine Firma beauftragt, bei „Gefahr im Verzug“ rücke die Feuerwehr an. Hinweise enthält ein Info-Blatt, das die Helfer erhalten.

Wer beim Frühstückputz mitmachen möchte, kann sich unter der Rufnummer 02181 9199 oder per E-Mail an ralf.dietrich@stadtbetriebe-grevenbroich.de melden.

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