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Grevenbroich: Buchstaben auf Baumstümpfen geben der Stadt Rätsel auf

Grevenbroicher Bend : Buchstaben auf Stümpfen geben der Stadt Rätsel auf

Irgendjemand hat seiner Kreativität im Bend freien Lauf gelassen und die Stümpfe abgeholzter Bäume mit Buchstaben und Zeichen versehen. Völlig unklar ist jedoch, wer der Schöpfer dieser „Kunst im Wald“ ist. Forstverwaltung und Waldschützer rätseln.

Im Frühjahr wurden etliche Bäume im Bend abgeholzt. Jetzt wundern sich Spaziergänger über die auf den Überbleibseln platzierten Buchstaben. „Keine Ahnung, was das bedeuten soll“, sagt Stadtförster Frank Wadenpohl. „Ich kann mir das nicht erklären.“ Ein Mitarbeiter des Forstbauhofes ist es seiner Meinung nach jedenfalls nicht gewesen – „die Kollegen haben anderes zu tun“. Und auch Martina Koch, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, rätselt über die Buchstaben im Bend: „Vielleicht war es einer der Holzsammler, der seine kreative Ader entdeckt hat“, mutmaßt sie.

Die Stadt hat nichts dagegen, zumal auch augenscheinlich nichts beschädigt wurde. „So etwas sollte aber im Wald nicht Überhand nehmen“, sagt Rathaussprecher Stephan Renner. Einschreiten wird die Verwaltung nicht – denn: „Eine Aktion wie diese ist in etwa mit Kreidezeichnungen auf Straßen oder mit in Strickwaren eingehüllten Bäumen gleichzusetzen“, sagt er. Also nichts, womit sich dieser Irgendjemand irgendwie hätte strafbar machen können.

(wilp)