Grevenbroich: Erinnerungen an die D-Mark

Grevenbroich : Erinnerungen an die D-Mark

Zehn Jahre nach der Einführung des Euro hängen viele Grevenbroicher noch an ihrer alten Währung. Wir haben uns umgehört, ob die Grevenbroicher noch D-Mark horten und auch einen Euro-Enthusiasten getroffen.

Sie ist der Schatz, den niemand bergen will: die D-Mark. Hinter Tapeten, in Kopfkissen und in eigens angefertigten Sammelbänden schlummert die Mark — seit ihrer finanzpolitischen Beerdigung — recht nutzlos vor sich hin.

chließlich wird sei dem 1. Januar 2002 mit dem Euro bezahlt. Die anfängliche Euphorie über Starterpacks und frische Geldscheine war aber schnell verflogen — der "Teuro" versprühte wenig Charme. Ganz anders die D-Mark: stabil, verlässlich, aus Tradition gut. Zehn Jahre sind vergangen und die D-Mark ist nicht klein zu kriegen.

13,3 Milliarden D-Mark sind nach Angaben der Bundesbank immer noch im Umlauf. Statistisch gesehen besitzt also jeder Bundesbürger noch rund 160 D-Mark. Eine (Milchmädchen-)Rechnung könnte also zu dem Schluss kommen, dass allein die Grevenbroicher Restbestände von rund 10 Millionen D-Mark den städtischen Haushalt auf einen Schlag deutlich entlasten könnten.

Doch eine derartige Spende wird es wohl nicht geben. Erstens vermutet die Bundesbank einen Großteil der D-Mark im osteuropäischen Ausland. Zweitens hängen die Grevenbroicher aus reiner Nostalgie an ihrer DM. Dies zeigt die NGZ-Umfrage in der Grevenbroicher City.

Jutta Kühlen (46) beispielsweise hortet einige Münzen als Erinnerung für ihre Kinder (18,16). "Die waren damals noch zu klein, um sich mit der Bedeutung einer Währung zu beschäftigen", sagt die Grevenbroicherin. "Mit den Münzen werden sie irgendwann sehen, wie das Geld aussah, mit dem ihr erstes Sparschwein gefüllt wurde." Damit ist Jutta Kühlen kein Einzelfall und die D-Mark ein wohl behütetes Gut.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das denken Grevenbroicher über die D-Mark

(NGZ)
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