Grevenbroich: Handel lockt mit Rabatten

Grevenbroich : Handel lockt mit Rabatten

Milde Temperaturen, volle Lager mit Winterware: Gerade bei Mode, Accessoires und Schuhen setzen die Händler den Rotstift an. Der klassische Winterschlussverkauf bestimmt auch nach seiner Abschaffung das Kaufverhalten.

"Reduziert". "Sale", "50 Prozent" — das sind Schlüsselreize für Schnäppchenjäger. "Die Kundinnen rechnen mit den Rabatten", sagt etwa Stephan Magnus, Leiter des kürzlich eröffneten "House of Gerry Weber". Erst Montag Morgen habe er einige charmante Schnäppchenjägerinnen bei ihrem Beutezug beraten.

Die Suche nach dem Superteil zum Superpreis funktioniert auch in der Grevenbroicher City: Hier werben die Händler besonders für Mode, aber auch Accessoires und Schuhe mit massiven Preissenkungen. Zudem werden Stammkunden gezielt angeschrieben oder sie erhalten zum Rabatt noch weitere Nachlässe.

"Der Winterschlussverkauf hat sich in den Köpfen der Kunden festgesetzt", sagt Nora Timmerbeil vom Rheinischen Handelsverband Nordrhein-Westfalen. Auch wenn es ihn seit der Änderung des Rabattgesetzes in der ursprünglichen Form — zwei Wochen ab Ende Januar — nicht mehr gibt. "Jetzt kann der Handel in allen Branchen das ganze Jahr über Rabatte vergeben — und nutzt dies auch", so Timmerbeil. Doch Ende Januar würde dann oft zu einer "konzertierten Aktion" genutzt.

Gerade in der Modebranche werden die Kollektionen häufiger gewechselt. "Wir haben bereits im Dezember mit Reduzierungen begonnen", sagt etwa Fred Schlangen, Chef von "Herrenmode Schlangen", "Sunny" und "Street One". Viele Kunden würden die Zeit nach dem Weihnachtsfest zum Einkaufen nutzen.

Besonders schnell greifen die Händler in einem milden Winter wie diesem zum Rotstift. Denn die dicke Winterware füllt den Platz im Lager — Platz, der auch für die neue Frühjahrsmode gebraucht wird. "Teile wie Winterjacken oder Strickteile werden jetzt reduziert" sagt Fred Schlangen. Für Preisbewusste mit Geduld und Mut zum Risiko interessant: Ende Januar kann dasselbe Teil deutlich billiger angeboten werden als Anfang Januar.

Frühjahrsmode ist schon gefragt

Modetrends, die bleiben: "Schmale Hosen, Stiefelhosen, Pullover und Twinsets aus Cashmere, auch in leichter Sommerqualität", nennt Bianca Panitz von "Petra Hölscher — my store, my style" einige Beispiele. In diesem Damenmodegeschäft teilen sich Winterkollektion und neue Frühjahrsmode bereits die Kleiderstangen.

Auch Stephan Magnus spricht — neben der allgemein sehr guten Resonanz auf das neue Gerry-Weber-Angebot in Grevenbroich — vom starken Interesse an der leichteren Frühlingsware: "Gerade Kunden, die eine Größe 34 oder 48 tragen, kaufen jetzt schon gezielt." Also lieber das maritim geringelte T-Shirt erwerben statt der warmen Daunenjacke? "Am besten beides", sagt Magnus. "Ich bin sicher, dass es im Februar oder März nochmals richtig kalt wird."

(NGZ)
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