Goch: Public Viewing droht das vorzeitige Aus

Goch : Public Viewing droht das vorzeitige Aus

Wer am gestrigen Brückenmontag die Gelegenheit dazu nutzen wollte, um sich mit Karten fürs Public Viewing einzudecken, erlebte eine Überraschung. Denn seit dem Wochenende gilt ein Verkaufsstopp, verhängt vom Veranstalter der wohl publikumswirksamsten Veranstaltung Gochs.

Der Grund: Derzeit sieht es so aus, als lägen die Auffassungen der genehmigenden Behörde der Stadt Goch einerseits und von gordion management beziehungsweise dem für das Sicherheits- und Brandschutzgutachten verantwortlichen Ingenieurbüro Brüggemann andereseits derart auseinander, dass ein Scheitern des gesamten Projektes durchaus möglich erscheint.

Nach exklusiven RP-Informationen ist das Genehmigungsverfahren ins Stocken geraten, weil man sich nicht über die zugelassene Zuschauerzahl einigen konnte. Die Zahl, die das Bauamt der Stadt derzeit als Maximal-Ausleistung vorgibt, liegt rund die Hälfte unter der, die Veranstalter und Gutachter errechnet und bei der gemeinsamen Präsentation mit Stadt und Sponsoren Ende März im Gocher Ratssaal verkündet haben.

Sollte es dabei bleiben, ist für Georg van den Höövel (gordion management) die Konsequenz klar: "Unter diesen Umständen werden wir das Public Viewing nicht durchführen."

Doch so weit soll es nach Möglichkeit gar nicht erst kommen — ein Wunsch, der trotz der aktuellen Differenz Stadt und Veranstalter eint. Und der van den Höövel für die nächsten Gesprächsrunden optimistisch stimmt. "Alle Spiele, alle Tore", so lautete beim Public Viewing im Parkstadion bislang immer die Devise. Derzeit ist ungewiss, ob es ab dem 8. Juni so weitergeht.

(RP/rl)