Uedem: Nachwuchs am Schießstand

Uedem : Nachwuchs am Schießstand

Dank dem großem Engagement vieler Ehrenamtlicher kann die Jugendarbeit in der St.-Hubertus Schützenbruderschaft von 1925 aufrecht erhalten werden. Erich Janhsen bildet den Nachwuchs seit 40 Jahren aus.

Klein, zierlich, Pferdeschwanz – und ihr Hobby ist das Schießen. Nein! Doch! Da staunen die Klassenkameraden nicht schlecht, wenn Nadine Kamutzky davon erzählt, was sie so in ihrer Freizeit treibt: bei den Jungschützen in Uedemerbruch. "Es macht Spaß", sagt die junge Dame aus Labbeck – und meint damit sowohl den sportlichen Wettbewerb als auch die Geselligkeit.

Dem können/ sich Julia und ihr Bruder René Hoffmann nur anschließen. "Hier trifft man Freunde", sagt Julia, "und lernt auf Turnieren neue Leute kennen", ergänzt Nadine. 200 Mitglieder, davon rund 30 aktive Schützen, zählt die Sankt Hubertus Schützenbruderschaft von 1925 insgesamt.

Während viele solcher Traditionsvereine über Nachwuchssorgen klagen, kann Mario Wehren sich das ersparen. Der frisch gewählte erste Vorsitzende (Brudermeister) der Bruderschaft in Uedemerbruch hat allen Grund zur Freude: "Die Jungschützen sind wirklich gut aufgestellt." Wie das sein kann? Nur durch großes Engagement.

Einer von ihnen ist Schießmeister Erich Janhsen. Er bildet die Jungschützen seit 40 Jahren aus, trainiert mit ihnen und reist zu Wettkämpfen – ehrenamtlich. Sechs Schießleiter stehen den Schützen in Uedemerbruch zur Verfügung, "das reicht immer", sagt Wehren. Kinder, die unter 12 Jahre alt sind, beginnen mit Schießübungen an der Infrarotanlage. Später dürfen sie sich am Gewehr mit Aufstell-Hilfe und im Anschluss freistehend probieren.

Ab 16 Jahren ist das Kleinkaliberschießen erlaubt, das allerdings nicht in Uedemerbruch, sondern beispielsweise Appeldorn stattfindet. Sowohl die Gewehre als auch Jacken, Hosen und Handschuhe mit Grip werden vom Verein gestellt – "hier kann jeder Interessierte mitmachen, wir haben alles da", so der neue erste Vorsitzende.

Neben dem wöchentlichen Training gibt's regelmäßig kleinere Wettkämpfe in der Region. Darüber hinaus geht's bundesweit zu Turnieren – ab und an stehen sogar Ausflüge nach Belgien oder Österreich auf dem Programm, die dann als mehrtägiges Event natürlich eine Menge Spaß bereiten. "Der gehört neben dem sportlichen /Anreiz auch dazu", sagt Julia Hoffmann, wenn sie von Paddeltouren und vielen Events mehr erzählt.

Das Geld für solche und andere Vorhaben "erwirtschaften" die Jungschützen durch Kellnerdienste. Ob beim Königsschießen oder anderswo: auf diese jungen Schützen ist Verlass. Das nächste große Event, welches sie mit ausrichten, ist die Summer-Dance-Night zur Kirmes in Uedemerbruch. Am 7. Juli geht's um 20 Uhr mit Uedemer Vorband und im Anschluss Ali Paletti rund.

(RP)
Mehr von RP ONLINE