Goch: "Wir können etwas bewegen"

Goch : "Wir können etwas bewegen"

Kaffeetrinken gehört dazu, ist aber längst nicht alles: Die Katholische Frauengemeinschaft im Dekanat Goch will's wissen – und wirbt für sich. Gelegenheit zum Kennenlernen ist bei der Studienfahrt zum Kloster Helfta in Eisleben.

Kaffeetrinken gehört dazu, ist aber längst nicht alles: Die Katholische Frauengemeinschaft im Dekanat Goch will's wissen — und wirbt für sich. Gelegenheit zum Kennenlernen ist bei der Studienfahrt zum Kloster Helfta in Eisleben.

Kaffeetrinken war gestern. Nun gut, manchmal gehört es auch heute noch dazu. Doch: Wer denkt, dass die Treffen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, kurz kfd, sich darauf beschränken, der irrt. Und zwar gewaltig. Denn "die Themen, die wir besprechen, in die Öffentlichkeit bringen und diskutieren, sind sehr interessant und gehen alle etwas an", sagt Marga Müskens, "es sind Dinge, mit denen Frauen sich identifizieren und etwas bewegen können." Sie ist Sprecherin der kfd im Dechanat Goch. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Wilma Vos aus Wetten und Maria Haaken aus Uedem will sie dem verstaubten Image der kfd ein Ende setzen — und ruft insbesondere junge Frauen zum Mitmachen auf.

Warum? Weil es um frau selbst geht. Themen wie Scheidung und Wiederheirat, Auszeit gönnen und verreisen, aber auch die Rente, Familienmanagement, das Diakonat der Frau oder, oder, oder. Das Spektrum der Vorträge, Workshops, Seminare und Reisen ist groß. "Die Gemeinschaft gibt mir viel", sagt Marga Müskens, "auch wenn es nach außen hin vielleicht auf den ersten Blick nicht gleich so aussieht— wir bewegen etwas." Und sprechen über Dinge, die sonst selten thematisiert werden. "Die kfd hat mich stark gemacht", unterstreicht Maria Haaken das, was die Gemeinschaft bewegen kann, "man setzt gemeinsam Dinge durch, wird selbstbewusster und traut sich mehr zu." 20 Pfarrgruppen unterschiedlicher Größe gehören dem Gocher kfd-Dechanat an. Die Zeiten, in denen junge Frauen problemlos geworben werden konnten, sind vorbei.

Dennoch: "Die kfd bleibt bestehen", ist sich Teammitglied und Kassiererin Wilma Vos sicher, "man muss jetzt nur sehen, wie man eine gute Entwicklung voran treibt." Schließlich hat frau heute weit mehr berufliche und private Verpflichtungen als früher. Neben den Themenabenden gehören feste Termine wie beispielsweise die Sternwallfahrt in Kevelaer, Liturgische Nacht oder der Besinnungstag zum Kalender der kfd. In diesem Jahr geht die Studienfahrt unter dem Motto "Frauen on tour - gemeinsam unterwegs sein, Neues kennen lernen, eine Auszeit nehmen und einfach genießen" vom 17. Mai bis 20. Mai zum Lebendigen Labyrinth, dem Kloster Helfta in Eisleben. Das im Garten des Klosters St. Marien zu Helfta entstandene Lebendige Labyrinth, ein Projekt der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, besteht aus vielen heimischen Pflanzen und ist 350 Meter lang. "Es lädt ein zur Besinnung, zu Gespräch und Erholung", so Marga Müskens. Na bitte: Weit mehr als bloß Kaffeetrinken...

(RP/jco)
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