Straelen: Favorit fürs neue Tecklenburg-Haus

Straelen : Favorit fürs neue Tecklenburg-Haus

Vorentscheidung für den Neubau auf dem Grundstück zwischen Gelderner und De-Cabanes-Straße. Die Bewertungskommission empfahl, den Entwurf von Eckehard Wienstroer in Straelens Innenstadt zu realisieren.

Die interessierte Öffentlichkeit lernte sie am Montagabend im Forum kennen. Am Dienstag bewertete eine Experten-Kommission die Vorschläge von vier Architekturbüros. Und verkündete gestern eine Vorentscheidung: Sie empfahl mehrheitlich der Tecklenburg GmbH, das 880 Quadratmeter große Grundstück zwischen Gelderner und De-Cabanes-Straße nach dem Entwurf von Eckehard Wienstroer aus Neuss mit einem Wohn- und Geschäftshaus zu bebauen. Er greift den für die Innenstadt typischen Wechsel aus trauf- und giebelständigen Häusern, also zwischen breiten und schmalen Fronten, auf. Das Haus an der Ecke Gelderner Straße/Markt soll durch rote Ziegel, im Gegensatz zu andersfarbigen Fassaden der übrigen Häuser, wie ein markanter Monolith wirken.

Horst Hanraths Vorschlag sieht an der Gelderner Straße verschiedenfarbige Klinkerfassaden vor, mit einer vorgesetzten Giebelscheibe am Eckgebäude. Das Haus an der De-Cabanes-Straße ist ein Stockwerk höher als das an der Gelderner Straße. Foto: Architekt

Beifall hatten im Forum auch die Vorträge der übrigen drei Architekturbüros erhalten. Horst Hanrath aus Neuss schlug unter anderem für die Gelderner Straße eine vorgesetzte Giebelscheibe als Eingang zu den zurückgesetzten Arkaden vor. An der De-Cabanes-Straße wollte er die Hinterhof-Situation bereinigen, die Fahrbahn schmaler machen und für mehr Grün sorgen.

An der Gelderner Straße lässt der Entwurf von Christoph Kohl Häuser in historisierender Form entstehen. In fünf Fassadenabschnitte ist der Gebäudekomplex an der De-Cabanes-Straße gegliedert, der auch das Treppenhaus für den gesamten Neubau enthält. Foto: Architekt

Christoph Kohl aus Berlin verfolgte den Ansatz, an der Gelderner Straße fünf Gebäude historisierend und dezent zeitgenössisch interpretiert wieder zu errichten. Ein einziges Treppenhaus sollte sowohl diesen Trakt als auch die in fünf Fassadenabschnitte gegliederten Gebäude an der De-Cabanes-Straße erschließen.

Michael van Ooyen schlägt für die Häuser an der Gelderner Straße markante Dachgiebel vor. Der Neubau an der De-Cabanes-Straße ist mit einigen Dachneigungen versehen. Von der üblichen Kleinteiligkeit in der Altstadt weicht er hier ab. Foto: Architekt

Michael van Ooyen aus Straelen orientierte sich an der vorherrschenden Zweigeschossigkeit. Er sah ein "Vorderhaus" mit drei abgewalmten Dachflächen zur Gelderner Straße und ein "Hinterhaus" an der De-Cabanes-Straße mit Dachneigungen an sensiblen Stellen vor.

Hermann Tecklenburg äußerte sich zufrieden mit dem Verfahren und dem Ergebnis der Mehrfachbeauftragung. Allerdings müsse der Entwurf Wienstroers in einigen Punkten überarbeitet werden. Im Bauausschuss am 9. Juni sollen die Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung vorgestellt werden. Dort will Tecklenburg eine Änderung des Bebauungsplans beantragen. Im Verfahren werden die Bürger beteiligt.

(RP)
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