Erkelenz: Nachbarschaften setzen fantasievolle Akzente

Erkelenz: Nachbarschaften setzen fantasievolle Akzente

"Himmlisch" fanden Besucher aus der weiten Region mal wieder den großartigen Zug im kleinen Kückhoven.

"Kurz, aber himmlisch", so bezeichnete Prinzessin Elisabeth I. die Session, die sie gemeinsam mit Bäuerin Maria I. und Jungfrau Heike I. als erstes weibliches Dreigestirn der KüKaGe De Japstöck Kückhoven bestreiten durfte. So bestieg sie zufrieden ihren Prunkwagen, zu dem sie zu den Klängen des Trommlerkorps Kückhoven geleitet worden war, um den Abschluss des Tulpensonntagszugs zu bilden.

"Himmlisch" war auf der Umzug, "Himmlisch und lang", wie sich die Prinzessin freute. Über 500 Mitwirkende in 33 Abteilungen mit 15 Motivwagen und etlichen Fußgruppen hatte Zugleiter Marcus Schulz mit Unterstützung von Sebastian Titze und Sascha Offermanns auf den Weg durch den Ort zu schicken. "Alles perfekt", bilanzierte er.

Doch es waren nicht nur die Zugteilnehmer, die Kückhoven in einen närrischen Ausnahmezustand versetzten. Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Zuschauer in den Ort und sorgten für extreme Verkehrs- und Parkverhältnisse. Da brauchte manch Ortsfremder einen "Glücksbringer", so eine Gruppe, um einen Parkplatz zu finden. Diese Gedanken machten sich die einzelnen Nachbarschaften aus Kückhoven nicht, die traditionell am Zug mitwirkten. Die Nachbarschaft de Maar kam als "Flotte Bienen und Imker, die Nachbarschaft Holzweilerende versetzte den Ort in "1001 Nacht". Die Nachbarschaft Kirchstraße war zahlreich vertreten mit originellen Malern, Straßenvögeln, Bob, dem Baumeister und dem "Endlosen Indien".

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Schon zur Tradition gehörte das Mitwirken einer großen Abordnung der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft. Die EKG hatten ebenso ihren Komiteewagen mitgebracht wie die KG Seckschürger aus Immerath den ihrigen. Der TKV Tenholt machte mit seinem Motivwagen deutlich, dass der Ort schon "44 Jahre jeck" ist. Und auch andere Nachbarorte ließen sich nicht lumpen. Ihre Vertreter kamen zuhauf nach Kückhoven: Die Trollos waren aus Immerath angereist. Die Astronauten fielen aus Matzerath ein. Die Wikinger segelten aus Schwanenberg heran und trafen auf die Piraten aus Holzweiler. Die Mexikaner aus Borschemich und Granterath und die Hippy-Family aus Granterath gehörten ebenfalls zu dem gewaltigen Block, ehe wieder die Einheimischen das Kommando übernahmen.

Die Winzer und der Clown aus der Nachbarschaft Kleinend machten den Weg frei für die Nachbarschaft Stülpend, die den Abschluss bildete; nicht ohne Grund, immerhin ist die Prinzessin Bewohnerin dieser Nachbarschaft. In Begleitung der Prinzengarde bahnte sich das weibliche Dreigestirn den Weg durch die jubelnden Narren an den Straßenrändern. Da waren die Kälte und der gelegentliche Regen schnell vergessen. Es blieb nur ein Eindruck, als sich der Zug auflöste und es zum Feiern in die Mehrzweckhalle ging: "Himmlisch".

(kule)