Erkelenz: Landfrauen spenden 1600 Euro

Erkelenz: Landfrauen spenden 1600 Euro

Das Frauenhaus und das Landfrauentelefon profitieren von der Spende.

Mit 1600 Euro unterstützen die Landfrauen des Kreises Heinsberg das Frauenhaus und das Landfrauentelefon. Gesammelt wurde das Geld bei einer Adventfeier in Hückelhoven, überreicht worden ist es jetzt in Erkelenz.

Das Frauenhaus für den Kreis Heinsberg soll in diesem Jahr in ein neues Gebäude ziehen. Die Verantwortlichen vom Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) würden die Spende in Höhe von 800 Euro gerne dafür nutzen, um Kinderspielgeräte für das Außengelände anzuschaffen. Das Landfrauentelefon, ein seit dem Jahr 2000 bestehendes Sorgentelefon, wird die Summe hingegen in die Supervision der Telefonberaterinnen und deren Fortbildung investieren. Über die ehrenamtliche Arbeit dort berichtete Ursula Muhle: "Derzeit arbeiten für uns sechs geschulte Beraterinnen, die alle einen landwirtschaftlichen Hintergrund haben. Ein solches Sorgentelefon ist wichtig, weil ein landwirtschaftliches System anders als ein familiäres ist." Mithin sind die Sorgen und Ratschläge andere als bei sonstigen Sorgentelefonen. "Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb leben ganz oft drei Generationen zusammen, und man ist finanziell voneinander abhängig", erläuterte Ursula Muhle mögliches Konfliktpotenzial, das am nordrhein-westfälischen Landfrauentelefon anonym und vertraulich besprochen werden kann. "40 bis 60 Minuten dauern die Telefonate in der Regel, und danach kann je nach Fall noch weiter zur ländlichen Familienberatung in Münster oder an ander Ehe- und Lebensberatungsstellen weitervermittelt werden." Es seien übrigens nicht nur Frauen, die anrufen: "25 Prozent sind es auch Männer."

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Die Spenden überreichten die Landfrauen um ihre Vorsitzende Ulrike Kamp in Erkelenz in den Räumen des SKFM an der Ostpromenade.

(spe)