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Erkelenz: SKFM sucht Immobilie - Frauenhaus zieht 2018 um

Erkelenz : SKFM sucht Immobilie - Frauenhaus zieht 2018 um

Sozialdienst katholischer Frauen und Männer hat Werner Jackels zum neuen Vorsitzenden gewählt. Erste Aufgabe ist der Umzug des Frauenhauses.

Der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) hat einen neuen Vorsitzenden, und dem steht für das kommende Jahr gleich ein Großprojekt ins Haus: Gesucht wird eine Immobilie, in die das Frauenhaus für den Kreis Heinsberg umziehen kann.

Edith Schaaf stand dem SKFM seit 21 Jahren vor. Nun übernahm Werner Jackels die Aufgabe. Der SKFM steht heute für soziale Hilfen unterschiedlicher Art. Neben dem Frauenhaus gehören Vormundschaften und Pflegen, die Fachstelle für den Täter-Opfer-Ausgleich sowie sozialpädagogische Wohngemeinschaften zum Angebot des Dienstes, dessen Vereinsvorstand und Geschäftsführung einen Etat verantworten, der die Millionen-Grenze überschreitet. Als Edith Schaaf 1989 zum SKFM stieß, war alles viel kleiner. Sie berichtet von einer Wohngruppe, der Weiche, sowie eineinhalb Mitarbeiterstellen.

Inzwischen sind 24 Menschen für den Sozialdienst mit Sitz in Erkelenz tätig, deren Geschäftsführerin seit einem Jahr Karoline Steffens ist. Ebenfalls seit einem Jahr ist der neue Vorsitzende dabei, der 2016 als zweiter Vorsitzender einstieg und nun zum Vorsitzenden gewählt wurde. Der gebürtige Erkelenzer, der in Heinsberg lebt, kündigt als seine beiden ersten Aufgaben an, eine neue Heimat für das Frauenhaus finden und eine weitere Beratungsstelle aufbauen zu wollen, die sich um Frauen nach der Zeit im Frauenhaus kümmert. "Zur Jahresmitte 2018 suchen wir eine Immobilie zur Miete, in die das Frauenhaus für den Kreis Heinsberg umziehen kann. Platz müsste für acht Frauen und deren Kinder, für Büros, Gemeinschaftsräume und Räume für die Kinderbetreuung sein", erklärt Jackels. Eine gute ÖPNV-Anbindung sei wünschenswert wie ebenso eine zentrale Lage im Kreis Heinsberg, "zum Beispiel in Hückelhoven".

Aus dem Vorstand verabschiedet wurde neben Edith Schaaf auch Heribert Müller und in Abwesenheit Margarete Esser. Symbolträchtige verschenkte der neue Vorsitzende kleine Lebensbäume: "Wir sorgen alle gemeinsam dafür, dass das Leben lebenswerter wird für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen." Neu im Vorstand begrüßt wurden Heike Ibenthal und Dorothee Wild.

(spe)