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Erkelenz: Kontroverse um Namensfindung

Erkelenz : Kontroverse um Namensfindung

Ein weiteres Mal hat die Politik die Entscheidung vertagt, wie das neue Sport- und Familienbad in Erkelenz heißen soll. Auf deren Antrag hatte die Stadtverwaltung die Menschen aufgerufen, Namen vorzuschlagen.

Hier sei Bürgerbeteiligung wichtig, hatte es im Hauptausschuss im September geheißen. Damals hatte bereits der Beschluss über den Namen "Erka-Bad" auf der Tagesordnung gestanden. Diesen hatte der Initiativkreis Stadtmarketing im September vergangenen Jahres empfohlen. 146 Namen gingen nach dem Aufruf zur Beteiligung bei der Stadt ein, darunter die einer RP-Aktion. Weil viele Vorschläge auf "Erka" Bezug nahmen, war gestern erneut "Erka-Bad" vorgeschlagen.

Nach teilweise kontroverser Diskussion einigten sich die Politiker nun darauf, die Entscheidungsbefugnis an den Ausschuss für Sport und Kultur zu übertragen, der am 28. November tagt. Ferdinand Kehren (SPD) forderte dazu auf, sich intensiver mit der Frage zu beschäftigen als bisher geschehen.

Mit nur einem Vorschlag in die Beratung zu gehen, halte er für falsch. Es sei außerdem zu bedenken, dass teilweise ganze Gruppen Vorschläge gemacht hätten. Dass die Diskussion über die eingereichten Vorschläge bislang zu kurz gekommen sei, sagte auch Beate Schirrmeister-Heinen (Grüne): "Mit dem Namen könnte man auch einen Menschen auszeichnen. Es ist beispielsweise eine tolle Sache, dass wir ein Willy-Stein-Stadion haben." Die Diskussion soll nun auf Vorschlag von Kerstin Schaaf (CDU) bis zum 28. November zwischen den Parteien weitergeführt werden.

"Das gesamte Prozedere ist mit allen Fraktionen abgestimmt gewesen", äußerte der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen Unverständnis. Jetzt dränge die Zeit, weil Bestellungen zu tätigen seien, auf denen wie bei den Eintritts-Chips der Name gedruckt werden müsse.

(RP)