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SPD will „Haus der Begegnung“ in Erkelenz

Mehr Raum für Veranstaltungen : SPD will „Haus der Begegnung“ in Erkelenz

Im Erkelenzer Zentrum gibt es nach Ansicht vieler Bürger keinen geeigneten Ort für kleinere Veranstaltungen und Zusammentreffen. Das will die SPD mit ihrem Antrag nun ändern.

Durch Corona liegen derzeit große Teile des gesellschaftlichen Zusammenlebens ohnehin lahm – doch auch abgesehen von der Pandemie fehlt es in Erkelenz vor allem in der Stadtmitte an Orten, an denen sich Bürger versammeln können. Das haben mehrere Erkelenzer Parteien bereits in den vergangenen Monaten zu verstehen gegeben. Ein erster Schritt zur Besserung ist das neue Quartierszentrum, das im Oerather Mühlenfeld entsteht, im Sommer 2021 fertig sein und dann auch Platz für Vereine bieten soll. Die Erkelenzer SPD fordert darüber hinaus nun in einem Antrag ein zentrales „Haus der Begegnung“.

Einen entsprechenden Antrag hatte die Fraktion bereits gegen Ende der abgelaufenen Legislaturperiode gestellt, damals hatte der scheidende Stadtrat einem Projekt dieser Größenordnung aber nicht zustimmen wollen und es lieber nach hinten verschoben. Der Antrag war von der Tagesordnung genommen worden. Jetzt wollen die Sozialdemokraten, dass die Stadtverwaltung in einem Konzept den Bedarf in der Bevölkerung für ein Haus der Begegnung ermittelt, Vorschläge zur Finanzierung macht und eine Bilanz der voraussichtlichen Unterhaltskosten aufstellt.

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In Erkelenz würden nicht nur weitgehend Möglichkeiten für größere Konferenzen, Tagungen, Seminare und Jugendarbeit von Vereinen fehlen, sondern auch ein Ort etwa für Projektarbeit von Jugendorganisationen, Proberäume für Chöre, Kunstschaffende oder die Arbeit der Flüchtlingshilfe, meint die SPD. „Diesen Raum soll ein Haus der Begegnung bieten, als Haus aller Erkelenzer Bürgerinnen, Bürger und ihrer Vereine“, heißt es in dem Antrag. „Es soll eine zentrale Begegnungsstätte sein, in der sich die Generationen austauschen, die Menschen sich begegnen, miteinander Zeit verbringen, voneinander lernen, Spaß haben und Freizeit gestalten“, heißt es weiter. Alleine die bisherige Auslastung der Leonhardskapelle zeige, wie groß der Bedarf für eine solche Stätte sei.

Ein solches Gebäude benötigt nach Ansicht der SPD eine voll ausgestattete Küche, Sanitäranlagen, einen großen Saal mit Bühne sowie kleinere Räume für Gruppen und Stauraum für Vereinsmaterialien, etwa durch Kellerräume. Eine Konkurrenz zur Stadthalle oder Leonhardskapelle bestehe bei einem solchen Bau nicht, „da diese das Angebot des Hauses gar nicht abdecken“.

Beim Arbeitsnamen „Haus der Begegnung“ muss es nach Ansicht der Sozialdemokraten nicht bleiben. Für eine „ansprechende Namensgebung“ bringt die Fraktion einen Vorschlagswettbewerb aus der Bürgerschaft ins Spiel.

(cpas)