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Erkelenz: Immerather loben Kaisersaal

Erkelenz : Immerather loben Kaisersaal

Positiven Anklang fand der neue Kaisersaal in Immerath. Besucher des Gebäudes freuten sich über die Gestaltung und verbinden damit Hoffnung auf eine neue, vitale Dorfgemeinschaft. Noch in der Bauphase konnte der Saal bei einer Podiumsdiskussion erstmals besucht werden.

Stolz sind die Immerather auf ihren neuen Kaisersaal und voller Hoffnung für die Zukunft. Auch viele direkte Nachbarn aus Kückhoven freuen sich, dass es im neuen Dorf vorangeht. Bei einer Diskussionsveranstaltung über den Braunkohlentagebau konnten Besucher den Bau erstmals — noch vor der Fertigstellung im Januar — in Augenschein nehmen.

"Schön", "geräumig" oder "funktional", die Besucher des neuen Saals fanden viele Beschreibungen für das Gebäude, in dem sich die Dorfgemeinschaft ab kommendem Jahr bei Veranstaltungen treffen wird. Auch beim Björn Simon aus Immerath (neu) schwang ein bisschen Stolz in der Stimme mit. Von außen habe sich schon einiges getan. "Seitdem die Bäume gepflanzt sind, macht der Kaisersaal schon was her", sagte er zufrieden. Jetzt müsse sich zeigen, ob er auch angenommen werde. "Ich hoffe, dass sich da etwas entwickelt und dass die Alt-Immerather mitziehen", erklärte Simon weiter. Mit Äußerungen zum Inneren des Gebäudes blieb er noch zurückhaltend. Dazu könne er erst etwas nach der Einweihung im Januar sagen. Der erste Eindruck sei jedoch positiv.

"Inzwischen sehr zufrieden"

Tatsächlich zeigt sich an vielen Stellen, dass noch etwas zu tun ist. Im Kaisersaal selbst hingen noch einige Kabel von der Decke, auch manche Wände wirkten nackter, als sie es später sein werden. Dennoch, das Gebäude fand auch in dieser Ausbaustufe viele Fans. "Es wird sehr schön", sagte Peter Esser von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Immerath. Er kümmerte sich mit einigen Kollegen um die Bewirtung am improvisierten Tresen. "Inzwischen sind wir sehr zufrieden mit dem, was wir von der Stadt zurückbekommen haben", sagte Esser. Wenn nun die Kirche noch komme und der Kindergarten, könne wieder eine Dorfgemeinschaft im neuen Ort wachsen.

Lob erhielt der Saal auch von zahlreichen Gästen. "Ich finde die Atmosphäre jetzt schon sehr, sehr toll", sagte etwa Willi Kauertz aus Kückhoven. Dass die Dorfgemeinschaft den Saal annehme, sei nach dem erzwungenen Umzug wichtig, betonte er: "Die Nachbarschaften wurden zerstört. Die Immerather haben viel Leid erdulden müssen." Entsprechend wichtig für die Identifikation sei das Gebäude. Ebenso sei die Hilfe der Nachbarn erforderlich. "Da sind auch die Kückhovener Vereine gefragt", sagte Kauertz.

Bisherige Berichte zum Thema unter:

www.rp-online.de/erkelenz

(prei)