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Erkelenz: Erkelenz janz jeck

Erkelenz : Erkelenz janz jeck

Bürgermeister Peter Jansen eröffnete am Freitag um Punkt 18.11 Uhr mit den 15 Karnevalsgesellschaften aus dem Erkelenzer Stadtgebiet die neue Session. Das alte Dreigestirn der EKG genoss seinen letzten Auftritt sichtlich.

Ein hölzernes Bettgestell mit kuschelig-warmen Tierfellen: Hoppeditz Petra Küppers hatte es so richtig gemütlich. Die jecke Traditionsfigur der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft (EKG) reckte die Arme, streckte sich, gähnte – und erwachte gestern wieder zum Leben, nachdem die EKGler einige Konfettiraketen gezündet hatten.

Beim großen Sessionsauftakt im Stadthallen-Foyer wunderte sich der EKG-Hoppeditz: "Wie die Zeit vergeht, der Narr wieder vor euch steht." Abordnungen der 15 Gesellschaften aus dem Stadtgebiet gaben sich ein Stelldichein und folgten der Einladung des Bürgermeisters Peter Jansen. Zusammen mit dem Städtischen Musikverein zogen die Tollitäten und Aktiven auf die Bühne, wo sich der Erste Bürger seines bevorstehenden Machtverlustes bewusst war.

Letzter Auftritt als Dreigestirn

"Das Brauchtum Karneval wird hier groß geschrieben", stellte Jansen heraus. Prinz Markus (Forg), Jungfrau Josefine alias Josef Viethen und Seine Deftigkeit Andreas (Tischbein) genossen ihren letzten Auftritt als Dreigestirn der EKG. Für die Zeit nach seiner närrischen Regentschaft hat das fidele Trio bereits Pläne geschmiedet. "Wir gründen eine Selbsthilfegruppe, damit wir nicht in ein schwarzes Loch fallen", verriet Markus Forg augenzwinkernd.

"Heut' geht et ab in Erkelenz, Maak Mött", sang Prinz Markus. Den Beginn der fünften Jahreszeit feierte er in Köln. "Da ist richtig was los. Ich war heute zum ersten Mal da", sagte der Erkelenzer Prinz. In Erkelenz stehe man dem bunten Treiben in der Domstadt in nichts nach: "Ein schönes Bühnenbild haben wir hier." Etwa Wehmut konnte man dem EKG-Dreigestirn schon anmerken. Wenn Manfred "Manni" Sladeczek als neuer Prinz proklamiert wird, ist für das Erka-Trio endgültig Schluss.

Der neue Narrenherrscher stellte sich mit seinem stattlichen Hofstaat schon seinen designierten Untertanen vor. Helmut Jopen, stellvertretender Vorsitzender der blau-weißen Traditionsgesellschaft, hatte für die scheidenden Aushängeschilder viel Lob übrig: "Ein tolles Gespann." Frage des Tages

(RP)