Erkelenz: Erkelenz entwirft neue Wohngebiete

Erkelenz : Erkelenz entwirft neue Wohngebiete

In zentraler Lage soll die Stadt Erkelenz neue Wohngebiete konzipieren, die unterschiedliche Käuferinteressen ansprechen. Politisch ist dazu ein städtebaulicher Grundsatzbeschluss gefasst worden. Mit der Erschließung erster Flächen könnte 2013 begonnen werden.

Auf zwei benachbarten Flächen am Schulring und Bauxhof, wo einst die Häuser von britischen Soldaten und später von Aussiedlern standen, möchte die Stadt Erkelenz neue Wohngebiete gestalten. Etwa 35 000 Quadratmeter stehen insgesamt als Bauland zur Verfügung. Das Gelände am Schulring, das in Nachbarschaft zum Friedhof liegt, könnte eher aufgelockert mit freistehenden Häusern bebaut werden, so die ersten Ideen der Stadtverwaltung, während auf der größeren Fläche am Bauxhof eine Klimaschutzsiedlung entwickelt werden könnte sowie ein Wohnprojekt für ältere Menschen. Bei einer Gegenstimme beauftragte der Erkelenzer Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung die Stadtverwaltung, jetzt in die detailliertere Planung einzusteigen.

Einen Zeitplan stecken

"Wir verspüren Handlungsdruck, die Flächen zu erschließen", erklärt Ansgar Lurweg, der Technische Beigeordnete. Die Fläche am Friedhof war einst zu dessen Erweiterung gedacht, wird dazu jedoch nicht mehr benötigt. Das Bauleiterverfahren könnte hier im kommenden Jahr durchgeführt werden, die Erschließung im Jahr 2013 folgen.

Am Bauxhof, wo 26 000 Quadratmeter zur Verfügung stehen, sind es gleich mehrere Gründe, die Druck erzeugen. Dazu erläutert Lurweg: "Es gibt Anträge der CDU und Grünen. Außerdem könnte in diesem Zusammenhang das vom Arbeitskreis ,Wohnen im Alter' des runden Tischs initiierte Wohnprojekt einer altersgerechten Wohnanlage berücksichtigt werden. Zudem schlagen wir für die Wohnbebauung vor, eine Klimaschutzsiedlung zu errichten, wofür wir uns für das nordrhein-westfälische Förderprogramm ,100 Klimaschutzsiedlungen in NRW' bewerben wollen. Und letztlich erobert sich die Natur eine Brachfläche, wie wir sie nach dem Abriss der ersten Gebäude am Bauxhof haben, nach einigen Jahren zurück. Das würde für uns bedeuten, dass wir irgendwann unter Umständen über Ausgleichsmaßnahmen nachdenken müssten."

(RP)
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