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Erkelenz: 25 Jahre in St. Lambertus

Erkelenz : 25 Jahre in St. Lambertus

1986 kam Dieter Plewnia als leitender Pfarrer nach St. Lambertus. Als Subsidiar ist er hier auch heute noch seelsorgerisch aktiv. Zum silbernen Jubiläum trug sich der 78-Jährige ins goldene Buch der Stadt Erkelenz ein.

Er befindet sich längst im Ruhestand, was nicht bedeutet, dass er ruhig bleibt. Nach wie vor wirkt Pfarrer Dieter Plewnia in der katholischen Pfarrgemeinde St. Lambertus — seit nun 25 Jahren. Dafür wurde er nun geehrt.

Diakon Kurt Esser erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der Jubilar einmal im Jahr "den Löwen gebe". In wenigen Minuten gelinge es dem Geistlichen, in jedem Jahr vor Beginn der Christmette für Ruhe in der hoffnungslos überfüllten Kirche zu sorgen. Im Übrigen sei Plewnia ein Mann der leisen Töne, nehme man seinen nachdrücklichen Ruf zur Erinnerung an die tägliche Mittagspause einmal aus.

Nüchterne Sachlichkeit bescheinigte dem Jubilar auch sein Nachfolger, Pfarrer Werner Rombach. "Wenn ich schon mal über die Last der Verantwortung klage, dann kommt von dir der Spruch: Was soll es dir anders ergehen als mir." Ein wohlbestelltes Feld konnte Rombach übernehmen, er schätzt aber weiterhin die seelsorgerische Arbeit des erfahrenen Kollegen.

Stein fiel aus dem Kirchturm

Seine menschliche Kompetenz und sein einfühlsamer Umgang mit den Mitarbeitern habe ihr die Entscheidung für den Dienst als Gemeindereferentin leicht gemacht, dankte Ulla Rothkranz im Namen aller Mitarbeiter. In der Zeit des Wirkens von Plewnia fiel ein Stein aus dem Kirchturm — ein deutliches Signal für eine nötige Renovierung. Über Jahre dauerte das teure Projekt.

Inzwischen ist der Kirchturm von St. Lambertus erneut sanierungsbedürftig — ein neues Projekt unter dem neuen Pfarrer am alten Objekt. So kam das Geschenk von Bürgermeister Peter Jansen gerade recht. Der erste Bürger brachte einen Umschlag mit, ein "Flachgeschenk".

Dessen Inhalt dürfte dem steinernen Wahrzeichen der Stadt zugute kommen. Aber unter dem Beifall aller Gratulanten lud der Bürgermeister den Jubilar auch ein, sich in das goldene Buch der Stadt Erkelenz einzutragen, was dieser auch gerne tat. Ohne jegliches Zittern in der Hand, wie Pfarrer Plewnia hinterher lächelnd versicherte.

Im Übrigen machte er nicht viel Aufhebens um seine Person. "Mit meiner Weihe zum Priester habe ich die innere Ruhe gefunden, die mich die Last dieser Arbeit gut hat tragen lassen," versicherte Dieter Plewnia. Nur einmal habe er vor einer grundlegenden Entscheidung gestanden.

Damals wurde überlegt, die übliche Ostausrichtung des Kircheninnenraums zu verändern. "Dann wäre ich nicht geblieben." Doch es kam nicht dazu. So konnte Manfred Bühl in einem Schubert-Lied über die Seligkeit passend singen: "Lieber bleib ich hier."

(maut)