Das gerührte Fußball-Ehepaar

90 Jahre SuS Isselburg: Im Saal der Gaststätte herrschte eine feierliche Stimmung. Viele Mitglieder wurden geehrt, darunter Heinz und Ingrid Huethorst für ihre besonderen Verdienste um den Verein.

Es war eindeutig der bewegendste Moment des Abends. "Ihr merkt, wir sind sehr gerührt. Ich kann dem Verein nur Danke sagen, mehr ist im Moment nicht möglich." Und dann versagte dem verdienten Urgestein des SuS Isselburg, Heinz Huethorst, auch schon die Stimme. Gemeinsam mit seiner Frau Ingrid war er auf der Feier zum 90-jährigen Vereinsjubiläum zu Ehrenmitgliedern und zum Fußball-Ehepaar der Stadt gekürt worden. So kurz wie die Dankesrede der beiden, so lang war der Beifall, den sie für ihren jahrzehntelangen Einsatz für den Verein von den anwesenden Mitgliedern erhielten. Später riss die Kette der Gratulanten gar nicht mehr ab, so dass die beiden, die von der Ehrung vollkommen überrascht wurden, aus dem Händeschütteln gar nicht mehr heraus kamen. Diese Ehrung beschloss das offizielle Festprogramm.

Zahlreiche Gratulanten hatten zuvor das Mikrofon von einer Hand in die nächste gereicht. Den Anfang machte Ines Wolff, die "ehemalige" Vorsitzende, die das Zepter an Olaf Biermann übergeben hatte. Dem folgten Rudi Geukes vom Stadtsportverband, Ulrich Halfmann und Brigitte Stockhorst als Vertreter ihrer Fraktionen, Jörg Pithan von der Tischtennisabteilung des Vereins, Josef Baten vom Isselburger Turnverein und Paul Krusen für den Schützenverein.

Schützen und Fußballer

Er betonte die engen Kontakte, die zwischen Schützen- und Fußballverein bestehen. "Ich habe unseren Hauptmann Olaf überreden können, hier den Vorsitzenden zu machen", scherzte Krusen. Paul Biermann als Vorsitzender des Heimatkreises gratulierte seinem Neffen und sprach die Glückwünsche seines Vereins zum Jubiläum aus.

Auch Dieter Ueffing von der KAB lobte die bisherige Arbeit des Vorstandes und äußerte ein Anliegen für die kommende Saison. "Ich habe den Wunsch an die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft, dass die mal nachlegen und in der nächsten Saison mal richtig Power zeigen." Bürgermeister Radstaak, der sich wegen einer anderen Verpflichtung etwas verspätete, gratulierte im Anschluss. Einen humorigen Rückblick auf die neunzig Jahre Vereinsgeschichte bot Traudel Feldhaus als Fußballfan in Grün-Weiß. Sie erinnerte an den alten "Kartoffelacker" in der Breels mit Onkel Pauls Hütte und der ersten Umkleide in Hübers "Klompenkamer". Sie erzählte humorig von verlorenen Spielen, weil der Torwart seiner Braut im vorbeifahrenden Zug winkte, statt den gegnerischen Schuss aufzuhalten, von Vereinswirten, die sich wegen einer verlorenen Wette in Unterwäsche vor einer fremden Theke wiederfanden und zwei Fußballkameraden, die Pastor Jonscher aus dem Bett klingelten, weil sie von ihm getraut werden wollten, angesichts des angebotenen warmen Bieres aber doch lieber die Flucht ergriffen. Dass die von vielen Seiten gelobte Jugendarbeit des Vereins Erfolg zeigt, demonstrierten die Kinder der F-Jugend, die die Veranstaltung mit dem SuS-Lied eröffnet hatten.

(RP)