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Motorsport: Alex Müller auf dem Podium

Motorsport : Alex Müller auf dem Podium

Reeser Rennfahrer lieferte beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans eine tolle Leistung undlandete mit seinen österreichen Teamkollegen Thomas Gruber und Lukas Lichtner-Hoyer auf Rang drei.

Der Start des 24-Stunden-Rennens von Le Mans war für das Jetalliance-Team mit dem Reeser Alex Müller und den beiden Österreichern Thomas Gruber und Lukas Lichtner-Hoyer äußerst schwierig. Zunächst bereitete die Benzinpumpe Probleme, danach musste die Lichtmaschine gewechselt werden. So wurde der Aston Martin mit der Startnummer 66 nach zwei Stunden nur auf Platz 53 in der Zwischenwertung geführt - von 55 gestarteten Fahrzeugen. Durch das Malheur in der Anfangsphase glaubte fast niemand im Team noch an einen möglichen Platz auf dem Podium. "Realistisch betrachtet war dafür unser Rückstand schon zu groß", berichtete Alex Müller nach dem Rennen. "Wir wollten nur noch das Auto ins Ziel zu fahren."

Die Aufgabe erfüllten die drei Fahrer ohne Probleme, wobei Alex Müller während den schwierigen Stunden in der Nacht die längste Zeit im Auto saß. "In der Nacht bin ich vier Stunden am Stück gefahren. Meine Rundenzeiten waren wirklich schnell", so der 30-Jährige. Gerade dort machte sich Müllers Rennsporterfahrung bezahlt: Er behielt die Konzentration und fuhr konstant seine Runden. So rückte das Aston-Martin-Team auf Rang vier vor. Und als einer der beiden Werks-Corvette in der Schlussphase des Rennens vorzeitig ausfiel, lag der blau-weiße Aston Martin DBR9 für viele überraschend auf Podiumskurs.

"Einfach großartig"

Als gestern um 15 Uhr Rennleiter Daniel Poissenot nach 24 Stunden die schwarz-weiß karierte Flagge schwenkte, überquerte das Jetalliance-Auto auf Platz drei in der GT1-Klasse die Ziellinie. Somit durfte Alex Müller zusammen mit seinen Teamkollegen gleich bei seinem ersten Auftritt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans aufs Podium steigen. "Wir haben alles dafür gegeben, das Auto ins Ziel zu bringen, und wir hatten noch das Glück, dass wir es zum Schluss aufs Podium geschafft haben", bilanzierte Müller nach dem Rennen. "Die Teilnahme hier war wirklich einmalig. Am Freitag schon die Fahrerparade mit allen Teilnehmern durch die Altstadt. Dann am Samstag vor dem Rennen das ganze Procedere mit Fahnen und den Nationalhymnen der Teilnehmer in der Startaufstellung. Und natürlich das Rennen selbst. Einfach großartig, sehr beeindruckend ! Es hat mich sehr gefreut, dass ich dabei sein durfte, und ich danke meinem Team für diese Chance."

Im weiteren Saisonverlauf stehen für Alex Müller noch sechs Rennen in der FIA-GT-Meisterschaft auf dem Programm, darunter am 25. und 26. Juli das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps. Am kommenden Wochenende folgt der deutsche Lauf zur FIA-GT-Serie auf der Rennstrecke von Oschersleben in der Magdeburger Börde.

(RP)