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Emmerich: Denkmal für das Ehrenamt

Emmerich : Denkmal für das Ehrenamt

Bei einer Matinee im PAN stellte der Bürgerverein gestern das Buch "Carpe Diem" vor, das die Geschichte des Bürgervereins und auch einen Teil der Emmericher Stadtgeschichte Revue passieren lässt.

Zahlreiche Gäste erschienen zur festlichen Matinee des Bürgervereins Emmerich im PAN Kunstforum. Das Buch "Carpe diem" (deutsche Übersetzung: "Nutze den Tag") von Norbert Gies stand dabei im Vordergrund. Freddy Heinzel, Direktor der Gesellschaft Bürgerverein, moderierte gut gelaunt die Matinee. In seiner Eröffnungsrede ging er auch auf die Bedeutung des Emmericher Bürgervereins ein. "Der Bürgerverein ist nicht alles, aber ohne Bürgerverein ist alles nichts", so die Aussage von Freddy Heinzel. Viele Vereine in Emmerich fänden ihre Wurzeln im Bürgerverein.

"Ihm gehen die Ideen nicht aus"

Das Buch, das die Historie des Bürgervereins seit 1823 und die Stadtgeschichte behandelt, soll bürgerliches Selbstbewusstsein und Stolz der Emmericher fördern. 336 Seiten zeigen die Vielfältigkeit der Gesellschaft und der Stadt. Bürgermeister Johannes Diks fand viele lobende Worte für den Autor Norbert Gies. "Er ist kreativ, ihm gehen die Ideen nicht aus", so Emmerichs erster Bürger. Zugleich betonte er das unerschöpfliche Engagement, Durchsetzungsvermögen und die schriftstellerische Begabung des langjährigen Direktors des Bürgervereins, der selbst nun Teil der Geschichte sei.

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In Kennedy-Manier sagte Diks, dass Norbert Gies stets ein Bürger war, der immer fragte, was er für seine Stadt tun könne. Norbert Gies hat sein Ziel mit dem Buch "Carpe diem" erreicht: Er setzte allen Ehrenamtlern der Stadt Emmerich seit 1823 ein Denkmal. "Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht meistern", sagte Gies außerdem. Besonders glücklich ist er darüber, dass zwischen 1823 und 1944 viele Lücken geschlossen wurden.

Das gelungene Werk war auch nur mit Hans Jürgen Säger möglich. Dabei kam die Zusammenarbeit nur zustande, weil er Zimmergenosse von Gies im Krankenhaus war. Hans Jürgen Säger, der wegen eines Handbruchs im Hospital war, wurde drei Jahre lang die rechte Hand von Norbert Gies.

Vom Buch beeindruckt war auch Manfred Palmen, parlamentarischer Staatssekretär des Landes Nordrhein-Westfalen. Anerkennende Worte fand er auch für den Bürgerverein, der in Emmerich seit 185 Jahren ehrenamtliche Arbeit leistet. Zugleich teilte er mit, dass man in Zukunft mehr denn je ehrenamtliche Bürger brauche. Der Staat könne wegen des demographischen Wandels nicht mehr alles alleine übernehmen.

Die ersten vier Bücher wurden den Hinterbliebenen der ehemaligen Direktoren des Bürgervereins überreicht. Von "Der Mann, der so geht" - einer Karnevalssitzung, die im Buch dokumentiert ist - gab es vor dem Publikum die Neuauflage mit dem alten Darsteller.

(RP)