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Emmerich: Schmieren der Schienen soll den Lärm mindern

Emmerich : Schmieren der Schienen soll den Lärm mindern

In Sachen Lärmschutz an der Betuwe trafen sich Vertreter der SPD Fraktionen aus Emmerich, Hamminkeln und Rees sowie die Vorsitzenden der SPD Arbeitskreise Millingen und Haldern.

Weil der Güterverkehr immer mehr zunimmt und das dritte Gleis ein Planfeststellungsverfahren erzwingt, sei eine enge Zusammenarbeit über die Kreisgrenzen hinweg erforderlich, hieß es.

"Meterhohe Lärmschutzwände sind nicht akzeptabel", ist sich die SPD einig. Daher informierten sich die Genossen über ein "Schienenkonditionierungssystem", das in den Niederlanden vermehrt eingesetzt wird und auch in Deutschland schon Anwendung findet. Unter vielen notwendigen Lärmschutzmaßnahmen sei die Schmierung der Eisenbahnschienen das I-Tüpfelchen zur Lärmbekämpfung. Es gehe darum, die Reibung der Zugräder und deren Geräusche durch ein Schmiermittel zu verringern. Diese Schmiere sei kein Allheilmittel. Vielmehr komme die Wirkung des Konditionierungsmittels erst richtig zum Tragen, wenn die Grundlagen der Lärmminderung erfüllt sind. Das heißt, Schotterbett, Schwellen und Schienen sind so einzubauen, dass möglichst wenig Erschütterungen und Geräusche entstehen. Fernerhin werden die Schienen glatt geschliffen. Die aufgebrachte Konditionierungsmasse verringert dann die Reibung, die Quietschgeräusche und außerdem den Verschleiß. Es sind vor allem Kurven, Weichen und bebaute Ortslagen, wo die Schienenkonditionierung Sinn macht.

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Die Teilnehmer, unter ihnen der Emmericher SPD-Vorsitzende Manfred Mölder und der Reeser SPD-Chef Harry Schulz, besprachen noch weitere Schallschutzmaßnahmen. Unter anderem können lärmschluckende Wände in Schienennähe eingerichtet werden. Die sind gut einen Meter hoch und können vier Meter hohe Mauern ersetzen, die das Ortsbild empfindlich verschandeln würden. Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Planfeststellungsverfahren einer guten Vorbereitung durch die Betroffenen bedarf und das die Vorschläge unter den jeweiligen örtlichen Gesichtspunkten ausgearbeitet werden müssen.

(RP)