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Duisburg: Schulneubau auch ohne Geld

Duisburg : Schulneubau auch ohne Geld

Nach jahrelangen vergeblichen Forderungen nutzten CDU und Grüne nach der Kommunalwahl 2004 ihre neue Mehrheit, um einen Schulentwicklungsplan für die Stadt schreiben zu lassen, Grundlage für die Schulpolitik der beiden Ratsfraktionen.

So machte das Datenwerk beispielsweise deutlich, wie unterschiedlich sich Migrantenkinder auf die Duisburger Schullandschaft verteilen und wie groß die Gefahr ist, dass Schulen mangels neuer Schüler über kurz oder lang vor dem Aus stehen werden. Die Hauptschule im Hagenshof beispielsweise oder auch die an der Straße am Neuen Angerbach in Ungelsheim.

Die Finanzlage der Stadt zwingt zudem dazu, ganz neue Wege zu suchen und zu betreten. Das Berufskolleg am Burgplatz und das Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg wenige Kilometer weiter kämpften jahrelang gegen den Zerfall. Repariert werden konnte nur das Dringendste.

Nicht auf einhelligen Beifall stieß die Idee von OB Sauerland, von privaten Geldgebern einen gemeinsamen Neubau für beide Schulen errichten zu lassen und dann anzumieten. Inzwischen gibt es eine breite Mehrheit für dieses Vorhaben, dass im September noch einmal auf der Tagesordnung des scheidenden Stadtrates stehen wird. Er muss die Weichend dafür stellen, dass alsbald mit dem Bau begonnen werden kann.

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Zu den gleichfalls großen Herausforderungen der vergangenen fünf Jahre gehörte es, die sprachliche Bildung der Kinder zu verbessern. Bereits im Kindergartenalter werden sie (wenn nötig) an die deutsche Sprache herangeführt und sattelfest gemacht.

Der Rat der Stadt stellt hier eigentlich mehr Geld zur Verfügung, als der Haushalt hergibt, zuletzt jährlich mehr als eine Million Euro zusätzlich zu den von der Verwaltung vorgeschlagenen Summen. Aber ohne diese Sprachförderung würden wissentlich in Duisburgs Schulen die künftigen Arbeitslosen herangezogen. Noch viel Handlungsbedarf ist bei der Ausweitung des Ganztagsbetriebes an den weiterführenden Schulen. Mangels Geld kann hier nicht mit dem Tempo agiert werden, das eigentlich nötig wäre.

Und auch im baulichen Sektor ging es bis zum Frühjahr nicht so schnell wie gewünscht. Doch dann kam das Konjunkturpogramm II und mit ihm Millionen für die Schulsanierung. Selbst einige Neubaumaßnahmen sind nun drin, so wie Turnhallen, auf die die Schulen zum Teil schon seit Jahrzehnten warten, wie zum Beispiel die Rahmer Grundschule. "Wir bekommen bald eine Turnhalle", hieß es hier schon vor 20 Jahren. In Kürze soll es wirklich los gehen!

(RP)