1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Der Branchenmix macht’s

Duisburg : Der Branchenmix macht’s

Die Wirtschaftskrise hat Duisburg hart erwischt, die Arbeitslosenzahlen sind ein beredtes Beispiel dafür. Nach der Talfahrt wird der Wirtschaftsaufschwung aber garantiert wieder kommen - und dafür muss die Stadt an Rhein und Ruhr gerüstet sein.

Damit das reibungslos klappt, müssen viele Zahnrädchen ineinander greifen. Nur so läuft der Motor, die Arbeitslosenzahlen gehen nach unten und die für Duisburg so wichtige Gewerbesteuer sprudelt.

Die Großindustrie ist wichtig für die Stadt, aber auch der Mittelstand und die Kleinbetriebe dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Gerade der Mittelstand ist es, der, wenn es die wirtschaftliche Lage zulässt, nach Kräften ausbildet. Und je besser ein Betrieb läuft, desto mehr wird ausgebildet.
Mit offenen Armen

Ein kommunaler Gründungsfond für Neuansiedlungen könnte Hilfestellung geben. Jedenfalls darf es nicht so sein, dass Unternehmen abwandern, weil sie in Duisburg nicht weiter expandieren können; jedes auswärtige Unternehmen, das sich hier ansiedeln möchte, muss mit offenen Armen und einem möglichst maßgeschneiderten Grundstück empfangen werden. Bürokratische Hürden gilt es schnell zu überwinden. Noch bessre wäre, wenn es die überhaupt erst gar nicht geben würde.

Logport I und II sind gut angelaufen, zeigen, wie notwendig der Strukturwandel für Duisburg ist - weg von der Stadt Montan, hin zu einer modernen Ruhrgebiets-Großstadt mit möglichst großer Bandbreite vom Einzelhandel bis zur Stahlindustrie. Diese wird beim Aufschwung ein tragendes Element der hiesigen Wirtschaft bleiben. Unter Beachtung von Umweltschutz und Ökologie sollten auch in Zukunft dieser Großindustrie so wenig Steine wie möglich in den Weg geworfen werden.

  • Das „SpaceX Dragon Endurance“-Raumschiff während einer
    Duisburger Politikwissenschaftler : „Der Weltraum ist noch ein bisschen Wilder Westen“
  • Der Duisburger Angeklagte beim Prozessauftakt im
    Prozess gegen antisemitische „Goyim-Partei“ : Bewährungsstrafe für Duisburger Rechtsextremisten
  • Das Riesenrad auf der Beecker Kirmes.
    Absage der Beecker Kirmes : Und wieder fehlt den Duisburgern der Kirmeszauber

Die Förderung der Wirtschaft überhaupt kann und darf aber nicht um jeden Preis stattfinden. Umweltverträglich müssen alle Betriebe sein. Auf Dauer wird deshalb hier und da in Modernisierungen investiert werden müssen, denn es gibt immer noch Bereiche in Duisburg, wo die Umweltbelastungen überdurchschnittlich hoch sind. Nur wenn die Luft spürbar besser wird, ist auch die Wohnqualität eine höhere. Und die braucht der Arbeitnehmer, will er sich in dieser Stadt wohlfühlen.
Wichtige Freizeitbranche

Viele Zahnräder müssen also, wie gesagt, ineinander greifen, um Duisburg zu einer liebens- und lebenswerten Stadt mit einem gesunden Mix von Arbeitsstätten zu machen. Dann wird auch die nicht unbedeutende Freizeitbranche mitwachsen, wird Steuern zahlen, Arbeitsplätze bieten und hoffentlich viele Auswärtige anlocken.

(RP)