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Duisburg: Flexibilität ist gefragt

Duisburg : Flexibilität ist gefragt

Schule, Hausaufgaben, dann raus zum Spielen mit den Freunden. So einfach sieht die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen heute nicht mehr aus. Die einen haben ein dicht gedrängtes Programm: Sportverein, Musikunterricht, Nachhilfe.

Andere haben kaum die Möglichkeit, vor der Haustür zu spielen, weil dort die Autos fahren und die Rasenfläche des Mietshauses nicht zum Spielen freigegeben ist. Wer in der heutigen Zeit ein ansprechendes städtisches Programm für Kinder und Jugendliche anbieten möchte, hat es nicht leicht, denn die Bedürfnisse der Kinder gehen weit auseinander.

Auch bei den Jugendlichen. Die Zeit, als die Jugendzentren nur öffnen mussten und die Besucher standen schon Schlange, gehören der Vergangenheit an.

Gefragt sind also neue Konzepte, Ideen und vor allem viel Flexibilität. Da ist es nur richtig, dass die Stadt derzeit die vorhandenen Kinder- und Jugendeinrichtungen auf den Prüfstand stellt, um sie den heutigen Bedürfnissen anzupassen. Da ist auch die Frage erlaubt, ob das Jugendzentrum noch am richtigen Standort steht, oder ob sich ein Neuer besser eignen würde.

CDU und SPD wollen deshalb die Kinder und Jugendlichen mit ins Boot nehmen, wenn es an die Planungen geht. Ein guter Weg, denn schließlich wissen sie selbst, was sie am liebsten in ihrer Freizeit machen möchten, wie die Jugendeinrichtung aussehen sollte und welche Spielgeräte auf dem Spielplatz angesagt sind. Es sind eben die ganz praktischen Dinge, mit denen man sich für Kinder und Jugendliche einsetzen kann.

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Die Grünen setzen da mehr auf die politische Beteiligung, wie das Jugendparlament, eine Einrichtung, für die sich die Grünen stark gemacht haben. Sicherlich ein gutes Instrument, um Kinder und Jugendliche an dem politische Geschehen in der Stadt zu beteiligen. Doch für die Mehrheit der Kids wird dieses Parlament wohl eine fremde Welt bleiben.

Und auch die Forderung der Linken, mehr Proberäume einzurichten, ist wohl nur für eine Minderheit der Jugendlichen interessant, ebenso wie die Einrichtung eines autonomen Jugendzentrums. Bei solchen Programmen bleibt das Kind von nebenan auf der Strecke.

(RP)