Duisburg: Neue Räume für VHS

Neue Räume angemietet : VHS-Stätte mit vielen Möglichkeiten

Die Volkshochschule hat neue Räume in einem unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Fabrikgebäude bezogen.

Die Volkshochschule macht einen weiteren Schritt Richtung Zukunft: Am Montag wurden die neuen Räume für die Fachbereiche Kunsthandwerk und Zweiter Bildungsweg in unmittelbarer Nachbarschaft des Stadtfensters vorgestellt. In dem unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Fabrikgebäude im Hinterhof Steinsche Gasse 32a hat die Stadt drei Etagen angemietet. Für Oberbürgermeister Sören Link ein logischer zweiter Schritt nach Umzug der VHS von der Königstraße ins Stadtfenster an der Steinschen Gasse.

Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss ist der Fachbereich Kunsthandwerk untergebracht: Bildhauerei, Goldschmiede-Kurse, Druckgrafik, Aquarellmalerei – alles wird wieder möglich sein. Die hellen, neu gestalteten Räume beherbergen dabei auch schweres Gerät wie Brennofen und Druckerpresse. „Alles möglich, weil die Böden des Gebäudes durch die frühere Nutzung als Druckerei entsprechend verstärkt sind“, freut sich die Fachbereichsleiterin Dr. Claudia Kleinert.

Blick in den Hinterhof auf das ehemalige Fabrikgebäude an der Steinschen Gasse. Foto: Andreas Probst

Über einem Teil der Werkbänke schweben von der Decke Strom- und Internetanschluss: So können von hier aus sogar Druckaufträge an den angeschafften 3-D-Drucker geschickt werden. Ein separater Sägeraum sorgt für ein Höchstmaß an Sicherheit. Volker Heckner, kommissarischer Leiter der VHS: „Alle Räume sind über einen Aufzug nun auch barrierefrei zu erreichen.“

Es musste im Rat Überzeugungsarbeit geleistet werden, erinnert sich Bildungsdezernent Thomas Krützberg, denn „eigentlich gab es den Auftrag: keine Fremdanmietungen mehr.“ Die alten Räume seien jedoch längst nicht mehr rentabel zu nutzen gewesen. So habe sich der Rat nach einer Besichtigung der – damals noch unrenovierten – Räume überzeugen lassen.

Im zweiten Obergeschoss werden spätestens im April die Teilnehmer der Kurse zum Zweiten Bildungsweg umziehen, die zur Zeit noch schräg gegenüber an der Steinschen Gasse unterrichtet werden. Auf sie warten hier ruhige Unterrichtsräume mit einer modernen technischen Ausstattung. Glanzstück sind die neuen „Riesen-Tablets“: So groß wie eine Schultafel stellen sie schon die nächste Generation des digitalen Unterrichts dar. Sie verfügen zudem über einen eigenen Internetanschluss. Volker Heckner: „Das Lernen wird bleiben, wir können den Unterricht damit aber bereichern.“ Zur Zeit werden die Dozenten noch durch die Fachbereichsleiterin Inga Thurau im Umgang mit der neuen Technik geschult.

Da über den Zeitraum von drei VHS-Semestern keine Kreativ-Kurse mehr stattfinden konnten, sind einige Dozenten und Teilnehmer in umliegende Städte abgewandert. Volker Heckner: „Nun heißt die Aufgabe, sie wieder zurückzuholen.“ Die Zahl der Kurse bleibe gleich, jedoch hoffe er auf mehr Teilnehmer.

Der neue Standort ist – wie das benachbarte Stadtfenster – verkehrstechnisch durch Bus- und Bahnhaltestellen gut angebunden.