Tunnellösung für den A 59-Ausbau in Duisburg ist unwahrscheinlich

Erneute Absage vom NRW-Verkehrsminister : Tunnellösung für A59 unwahrscheinlich

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat am Montag einer Tunnellösung beim geplanten Ausbau der A 59 erneut eine Absage erteilt.

„Die Stadt hat ehrlicherweise vor allem städtebauliche Gründe für einen Tunnel benannt. Das ist aber nicht Sache des Verkehrsministeriums“, so Wüst. „Intern hat die Stadt doch längst abgewunken. Auch für sie gibt es keine Tunnellösung mehr“, sagte der Minister am Rande seines Besuchs an der Wiegeanlage vor der A 40-Rheinbrücke im Gespräch mit unserer Zeitung. Aus verkehrstechnischer Sicht gebe es „wenig Argumente“ für einen Tunnel, obwohl er dafür grundsätzlich Verständnis habe: „Der Wunsch nach Untertunnelung begegnet mir überall. Ich bin offen für alles, aber es muss auch klar sein, wer das bezahlt.“

Die Stadt habe sich zu viel Zeit gelassen, diese Variante bei den Planungen mit einzubringen. „Die Stadt hat ja auch Personal ausgetauscht, sie wird schon wissen, warum“, meinte Wüst im Hinblick auf die Ablösung vom früheren Planungsdezernenten Carsten Tum, dessen Nachfolge im Juni Martin Linne antreten wird. Wüst habe „das Verfahren verlangsamt“, um der Stadt noch eine Chance zu geben, entsprechende städtebauliche Fördermittel für einen Tunnel zu beantragen.

Auch Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin des Landesbetriebs Straßen NRW, ist skeptisch in Bezug auf eine Tunnellösung. „Wir prüfen derzeit alle möglichen Varianten – von der Hochlage über Tieflage bis zu einer Troglösung. Dabei spielen die Faktoren Lärm, Luft, Flora und Fauna eine Rolle. Am Ende geht es aber auch um eine Kosten-/Nutzen-Abwägung.“ Eine Tunnellösung sei auch deshalb schwierig, weil die Anschlussstellen an der A 59 so dicht beisammen lägen. „Das lässt sich nicht so ohne weiteres realisieren. Wenn aber auf Anschlussstellen verzichtet wird, könnte das im Stadtgebiet für neue Verkehrs- und Umweltprobleme sorgen“, so die Straßen NRW-Direktorin.