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Duisburg: Aktionsplan für Lkw und Osttangente sollen für Entlastung sorgen

Lkw-Verkehr in Duisburger Wohngebieten : Osttangente soll Rheinhausen helfen

Ein „Aktionplansplan Lkw-Verkehre“ soll die Bürger vom Schwerlastverkehr entlasten. Parkende Brummis in Wohngebieten und Lkw, die durch Wohnstraßen brettern, sollen möglichst bald nicht mehr vorkommen.

Mit einer direkten Anbindung von Logport I an die A 40 soll Rheinhausen und der Bereich am Marientor vom zunehmenden Lkw-Verkehr entlastet werden. Hafen-Chef Erich Staake und Oberbürgermeister Sören Link sprachen sich am Montag im Rahmen der Vorstellung eines „Aktionsplans Lkw-Verkehr“ für den Weiterbau der Osttangente vom Kreisel vor der Brücke der Solidarität durch das Rheinvorland bis zur A 40 aus. Staake erinnerte daran, dass eine Osttangente schon vor Jahren seine Idee gewesen, die aber damals ohne politische Mehrheiten und ausreichende finanzielle Mittel nicht machbar gewesen seien. Dies sei nun anderes, sagte Link. CDU und SPD favorisierten dieses Vorhaben. „Wir hoffen, schnell eine Lösung zu finden“, so der OB. In der Folgezeit könne man dann Rheinhausen für den Durchgangsverkehr von Lastwagen sperren – bis auf den Lieferverkehr, der auch für Rheinhausen bestimmt ist.

Eine ähnliche Linie verfolgt der Aktionsplan für ganz Duisburg. „Fördern und fordern“, nennt Link das. Das Prinzip: Lkw sollen über die Umgehungsstraßen in Meiderich, Rheinhausen und Walsum fahren und konsequent aus Wohngebieten herausgehalten werden – das gilt auch für das Parken und Übernachten von Brummifahrern. Dafür will der Hafen weitere Parkplätze für Laster zur Verfügung stellen. Einer davon entsteht auf dem Logport VI-Gelände in Walsum, an dem der Aktionsplan am Montag vorgestellt wurde. „Wir werden hier rund 10.000 Quadratmeter Fläche für parkende Lkw zur Verfügung stellen, um sie aus Wohngebieten herauszuhalten“, so Staake. Für Übernachtungsmöglichkeiten der Fahrer könne man nicht sorgen – das sei Sache der beteiligten Unternehmen. Sanitäre Einrichtungen seien aber in Planung. In Hohenbudberg (Logport III) habe man mehr als 6000 Quadratmeter Parkfläche zur Verfügung gestellt, beim geplanten Großterminal in Meiderich seien Plätze für 66 Lkw und 155 Zugmaschinen auf mehr als 27.000 Quadratmetern geplant.

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Mit dem Logistik-Riesen DSV habe man bereits einen prominenten Partner zur Ansiedlung auf Logport VI gefunden, der mit 300 Arbeitsplätzen ähnlich viele Jobs anbiete wie zuvor die Papierfabrik Norske Skog. Die Umgehungsstraße soll die Lkw weitgehend aus den Wohngebieten heraushalten. „Es gehört aber auch zur Wahrheit, dass sie nicht in zwei Jahren fertig sein wird“, so Staake. „Das liegt nicht an uns, das liegt am deutschen Planungsrecht“, erklärte er. Außerdem habe man für Logport VI bereits einen „zweiten Player“, der die Bedeutung der Logistik für Walsum noch einmal hervorheben werde. Damit sei man dem ursprünglichen Ziel, doppelt so viele Arbeitsplätze zu bekommen wie zuvor, schon recht nahe. Namen wollte Staake in diesem Zusammenhang aber noch nicht nennen. Mit Nachdruck erinnerten Staake und auch Stadtdirektor Martin Murrack an Apps, die Lkw zu den richtigen Zufahrten leiten und helfen sollen, unnötige Lkw-Suchverkehre zu vermeiden.