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"Aktenzeichen XY" heute 10.02.: Betrugsfall aus Duisburg ist Thema

Schockanruf bei Opfer : Duisburger Betrugsfall wird bei "Aktenzeichen XY" gezeigt

Ein Betrüger gab vor, der Neffe einer 63-Jährigen aus Duisburg zu sein. Mit einer perfiden Masche machte er am Ende 131.000 Euro Beute. Jetzt wird der Fall bei "Aktenzeichen XY“ gezeigt.

"Hallo Irmgard, ich hatte einen Autounfall und brauche dringend Geld". Mit diesen Worten begann die Odyssee für eine 64-jährige Duisburgerin Ende September 2019, berichtet die Polizei in Duisburg. Über zwei Tage rief dieser vermeintliche Neffe demnach immer wieder bei der Seniorin an. Er setzte die 64-Jährige massiv unter Druck, erzählte von dem angeblichen schweren Autounfall und seinem Ärger mit der Polizei hätte. Sie müsse ihm dringend Bargeld zur Schadensregulierung leihen, behauptete der Mann.

Das Opfer hatte zunächst keinen Zweifel, dass der Anrufer ihr Neffe sei. Die Duisburgerin wollte helfen - und zahlte am Ende insgesamt 131.000 Euro. Das Geld wurde von einem Mann vor ihrem Wohnhaus abgeholt, der sich "Herr Schwarzer" nannte,berichtet die Polizei. Nach der letzten Geldübergabe habe der vermeintliche Neffe nicht mehr angerufen.

Die 64-Jährige hatte das erste Mal Zeit zum Nachdenken und wurde skeptisch. Am 1. Oktober ging die Frau zur Polizei und erstattete eine Anzeige.

Am Mittwochabend. 10. Februar, wird dieser Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" vorgestellt. Moderator Rudi Cerne interviewt per Videoschalte den Duisburger Kriminalhauptkommissar Ralf Schäfer.

Die Ermittler brauchen zur Aufklärung dieses Betrugsfalls Augenzeugen, die den Geldabholer "Schwarzer" oder auch verdächtige Fahrzeuge beobachtet haben.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 32 auch vor der Sendung unter Telefon 0203-280-4667 entgegen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat eine Belohnung von 3000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter führen.

Auch zwei weitere Fälle aus NRW werden in der Sendung Thema sein: Die Fahndung nach einem bewaffneten Raubüberfall auf einen Getränkemarkt in Aachen am Roder Weg sowie zwei Blitzeinbrüche bei Juwelieren in Hagen und Hanau (Hessen).

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