Holthausen: Rams-Herren peilen Klassenerhalt an

Holthausen: Rams-Herren peilen Klassenerhalt an

Der Rückkehrer in die Skaterhockey-Bundesliga startet am 17. März in die neue Saison. Trainer Kjell Wilbert sieht seinen Kader ligatauglich aufgestellt. Nachwuchsspieler sind nach dem Aufstieg in die Mannschaft integriert worden.

Die Rams-Herren sind nach einer einjährigen Zweitligazugehörigkeit wieder zurück in der ersten Inline-Skaterhockey-Bundesliga. Und wenn es am 17. März in der Konrad-Henkel-Halle im Sportpark Niederheid im Saisonsauftaktspiel vor eigener Kulisse gegen den Mitaufsteiger Commanders Velbert wieder um Punkte in der Eliteklasse geht, sieht Trainer Kjell Wilbert seinen Kader ligatauglich aufgestellt. "Abgänge haben wir durch gezielte Verpflichtungen von außen und mit Spielern aus unserem Nachwuchs kompensieren können", erklärt der Rams-Coach. Dem Saisonziel Klassenerhalt streben die Landeshauptstädter folglich mit Zuversicht entgegen.

Zu den Abgängen aus dem Aufstiegsteam zählt Kapitän Oliver Markmann. Der 33-jährige Stürmer will sportlich kürzer treten und wird in die zweite Herrenformation der Rams wechseln. Neue Herausforderungen suchen die Verteidiger Colin Dehnke und Sebastian Schmidt, die sich den Erstligarivalen Highlander Lüdenscheid und Crefelder SC angeschlossen haben. Tobias Schubert verstärkt den Regionalligisten Hilden Flames. Die Brüder Timo und Maik Grabs wechseln zum Landesligisten Monheim Skunks. Eine sportliche Pause legt Stürmer Nick Müller ein. Die Liste der Zugänge führt Keeper Sebastian Grins an, der vom Erstligisten HC Köln-West Rheinos wieder zu den Rams zurückkehrt, wo der inzwischen 19-Jährige vor seiner Zeit bei den Domstädtern bereits aktiv war. Vom amtierenden Deutschen Meister Crash Eagles Kaarst kommen Verteidiger Jonas Heupel und Stürmer Nils Surges. Den Sprung ins Seniorenteam haben die Junioren-Europameister-Zwillinge Marc und Tom Sprengnöder aus dem Rams-Nachwuchs geschafft.

"Der Verein ist konzeptionell gut aufgestellt und deshalb auch für Spieler von außen eine gute Adresse", bemerkt Wilbert bezüglich der Verpflichtung von Akteuren aus Konkurrenzclubs, obwohl beim einstigen Rekordtitelträger die finanziellen Möglichkeiten bekanntermaßen begrenzt sind. "Wir setzen auf Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit", formuliert Wilbert als das entscheidende Plus der Rams.

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Den bevorstehenden Anforderungen auf Erstliganiveau blickt der Ex-Rams-Verteidiger und Ex-Nationalspieler Wilbert durchaus optimistisch entgegen. "Das wird kein Zuckerschlecken", lautet seine Einschätzung. Allerdings sei der Kader im Zweitligajahr gereift. Junge Akteure wie Jonas Matzken, Robin Wilmshöfer, Tim Müller und Luca Brünemann hätten nach dem Abstiegsschock durch die Erfolge in der zweiten Bundesliga Selbstvertrauen tanken können. "Das hat uns allen gut getan", urteilt Wilbert rückblickend.

Vor allem beim Zweikampfverhalten dürfte der Aufsteiger nun stärker gefordert sein. "Da muss jeder eng am Mann stehen", weiß Wilbert. Zudem müsse beim Umschaltspiel von Angriff auf Abwehr zugelegt werden. Wilbert: "Da waren wir in der zweiten Liga nicht so gefordert." Grund für Zuversicht geben Tests während der Saisonvorbereitung. Gegen die Erstligakonkurrenz aus Köln, Essen und Lüdenscheid hagelte es zwar noch sämtlich Niederlagen. Wilbert erfreut: "Beim Tempo haben wir aber mithalten können."

(RP)
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