Garath : Garather Beirat steht fest

Die Mitglieder wurden gestern ausgelost. Erste Sitzung im November.

Das Café in der Freizeitstätte war prall gefüllt. Wenn es um ihr Garath geht, dann kommen die Bürger und packen mit an. Das war auch gestern morgen der Fall, als es um die Besetzung des Beirats für den Verfügungsfonds ging.

Quartiersmanagerin Silke de Roode, seit Anfang des Monats im Amt, war überrascht, dass so viele Leute gekommen waren. Sie sei noch Vorsitzende in vier weiteren Beiräten, aber eine solch große Resonanz aus der Bevölkerung habe sie noch nie erlebt, sagte sie.

17 Garather, einer hatte zurückgezogen, bewarben sich um fünf Plätze, die den Bewohnern des Stadtteils vorbehalten sind. Entscheiden musste deshalb das Los. Eine Glücksfee zog die Gewinner. Georg Behne, Renate Krauße, Peter Heinen, Ulrike Sassin und Melanie Coimbra Fazenda sind die Beiratsmitglieder. Außerdem wurden fünf Nachrücker gezogen, die, falls einer nicht kann, an der Sitzung des Beirats teilnehmen. Das sind Michael Brinner, Günter Westenburger, Claudia Meier, Silke Gandor und Hannelore Cermak.

Vier Plätze im Beirat stehen Vereinen und Verbänden zur Verfügung. Dafür gab es 15 Bewerber. Beiratsmitglieder sind: Kin-Top, das Otto-Ohl-Haus, Bürgerbündnis Garath tolerant weltoffen (Gatowe) und der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM). Nachrücker sind die Heilpädagogische Tagesgruppe der Diakonie, die Evangelische Kirchengemeinde Garath, die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) des paritätischen Netzwerkes sowie der Garather Sportverein (GSV).

Schon am Dienstag, 6. November, 18 Uhr, soll es die konstituierende Sitzung geben, zu der qua Amt Bezirksbürgermeister Uwe Sievers, Bezirksverwaltungschef Uwe Sandt, Maren Siegel (Sprecherin des Stadtteilteams) und Brigitte Kugler vom Planungsamt gehören. Den Vorsitz führt Quartiersmanagerin de Roode. Sie hat inzwischen auch schon eine Geschäftsordnung entworfen, die in der ersten Sitzung beraten und verabschiedet werden soll.

Der Verfügungsfonds stellt Fördermittel für Bürgerprojekte bereit, die im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt Garath 2.0“ beantragt wurden. Pro Maßnahme stehen bis zu 4000 Euro zur Verfügung, jährlich können insgesamt Projekte bis zu einer Summe von 50.000 (2018) bis 80.000 Euro unterstützt werden. Die Kosten werden zu 60 Prozent gefördert durch das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt von Bund und Land NRW, 40 Prozent finanziert die Stadt Düsseldorf.

Schon jetzt gibt es zwei Anträge. So soll das Martinsfest am Wittenberger Weg, das bereits am 8. November stattfindet, finanziell unterstützt werden. Dazu hat die Bezirksvertretung schon ihr Okay gegeben. Außerdem haben die Garather Jonges einen Antrag gestellt, das Fest rund um die Aufstellung des Weihnachtsbaum vor der Freizeitstätte zu fördern.

Mehr Anträge sind noch nicht gestellt. Anke Nübold, die im Beirat als Vertreterin des Bürgerbündnisses „Garath tolerant weltoffen“ (Gatowe) ist, will aktiv mitarbeiten und dazu beitragen, dass das Garather Image gepflegt wird. Und auch Georg Behne, dessen Namen als Erstes gezogen wurde, will sich einbringen. „Mit schwebt schon so einiges vor“, sagte er.

Für Anträge auf Finanzierung aus dem Fonds gibt es entsprechende Formulare. Die können auf der Homepage der Stadt Düsseldorf heruntergeladen werden: www.duesseldorf.de/stadtplanungsamt/stadterneuerung/garath. Quartiersmanagerin Silke de Roode berät und hilft beim Ausfüllen der Anträgen in ihrem Büro, das sich bis Jahresende in der Freizeitstätte befindet. Sie ist erreichbar unter Telefon 0173-2724085, E-Mail: qm-Garath@duesseldorf.de.

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