SOS-Kinderdorf-Zentrum in Düsseldorf-Garath: Im November rollen die Bagger an

Düsseldorf-Garath : SOS-Kinderdorf - Bau des neuen Zentrums geht bald los

Die Arbeiten für das neue Zentrum des SOS-Kinderdorfs an der Matthias-Erzberger-Straße in Düsseldorf-Garath können schon bald beginnen. Jetzt fehlt nur noch die schriftliche Genehmigung des Bauantrags.

Seit Monaten steht Herbert Stauber, Einrichtungsleiter von SOS-Kinderdorf Düsseldorf, in den Startlöchern. Wenn es nach ihm ginge, könnte sofort mit den Bauarbeiten für das Zentrum des SOS-Kinderdorfs in Garath begonnen werden.

Doch noch muss er sich gedulden. Zwar ist der Bauantrag gestellt und inzwischen auch von den Mitgliedern der Bezirksvertretung 10 genehmigt. Aber so lange die schriftliche Genehmigung nicht vorliegt, muss Stauber warten.

Wenn sie da ist, rücken die Bagger an der Matthias- Erzberger-Straße an. Der Einrichtungsleiter und sein Architekt rechnen damit in den nächsten Tagen. Im November könnten – sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen – die Erdarbeiten beginnen, im Januar startet dann der Rohbau. Staubers ambitionierte Pläne sehen vor, dass das Zentrum zum 1. April 2020 bezugsfertig ist.

Schon seit Februar ist das Gelände eingezäunt, das keine 50 Meter von dem gegenüberliegenden SOS-Zentrum an der Matthias-Erzberger-Straße liegt. Dort wurden mehrere Bäume gefällt. „Die werden selbstverständlich ersetzt“, sagt Herbert Stauber, Die Bäume mussten so früh gefällt werden, weil ab dem 1. März die Vogelbrutzeit begann. Stauber: „Ab dann dürfen vorerst keine Bäume mehr gefällt werden.“ Auch jede Menge Büsche sind abgetragen worden, so dass das Grundstück jetzt frei ist.

Auch die Abrissarbeiten auf dem Spielplatz sind abgeschlossen. Der werde selbstverständlich nach Abschluss der Bauarbeiten durch einen neuen Spielplatz ersetzt, der für alle zugänglich sein soll.

Auf dem 2800 Quadratmeter großen Gelände soll das neue soziale Zentrum von SOS-Kinderdorf entstehen. Dafür kämpft Stauber seit rund sieben Jahren. Zunächst wollte SOS das Zentrum – gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Hell-Ga – auf dem ehemaligen Gelände der Hoffnungskirche in Garath Süd-West bauen. Doch die evangelische Kirchengemeinde gab der Caritas den Vorzug, die dort ein neues Altenheim baut.

SOS-Kinderdorf plant unter anderem eine Kindertagesstätte. Sie soll die Kita „123“ an der Koblenzer Straße ersetzen. Neben dem Kita-Standort für 80 Kinder soll es unter anderem ein Elterncafé, einen Stadtteiltreff geben „und Mehrzweckräume für Kooperation beispielsweise mit den Sportvereinen“, sagt Stauber.

Das Angebot soll für Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation sein, erklärt er. Dazu gehört auch ein Pädagogisches Zentrum mit Beratungs- und Informationsangeboten rund um die Themen Familie und Erziehung. Wenn das Ganze fertig ist, zieht auch das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga von der Carl-Severing-Straße einfach nur auf die andere Straßenseite. Dort wird es dann auch weiter ein Frühstück und einen täglichen Mittagstisch geben. Das Café soll allen offen stehen, betont Stauber, das gelte übrigens für alle Angebote.

Dem SOS-Chef liegt die Nahversorgung im Viertel Süd-Ost am Herzen. Deshalb ist ein kleiner Laden geplant, der den Bewohnern die Möglichkeit zum Einkaufen bieten soll. Stauber könnte sich zudem vorstellen, dass die Marktbeschicker von Garath Süd-West einmal in der Woche auf die andere Seite der Frankfurter Straße nach Süd-Ost kämen. Platz sei vorhanden.

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